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Superspreader im Berner OberlandSpeisesaal, Skiclub – der Weg des Briten-Virus durch Wengen

Der Berner Skiort wurde zum Corona-Hotspot – mit der ansteckenderen Virusmutation aus England. Jetzt werden alle im Dorf nochmals grossflächig getestet, um eine weitere Ausbreitung zu stoppen.

Ein Container im Zelt – eigentlich gedacht für den Ski-Weltcup. Jetzt wird die Bevölkerung darin getestet.
Ein Container im Zelt – eigentlich gedacht für den Ski-Weltcup. Jetzt wird die Bevölkerung darin getestet.
Foto: Stefano Schröter

Es beginnt mit einem Totalabsturz. Die Telefonleitung, über die sich die Testwilligen von Wengen anmelden können, bricht um genau 12 Uhr mittags zusammen. Überlastung. Statt beim Testzentrum landen Anrufer am Mittwochvormittag bei den Bergbahnen Grindelwald-Männlichen.

Micha Schori vom Kantonsärztlichen Dienst hat darum vor dem grossen weissen Zelt mitten im Dorf zuerst einmal vor allem eines zu tun: Erklären, beruhigen. Die Menschen, die durch den frisch gefallenem Schnee zum Testcenter heranstapfen, sind geladen, geprägt vom langatmigen Anmeldeprozedere. Einer ruft: «Vorhaben gut. Organisation: null.» Schori nimmt die Kritik entgegen. Stoisch, sachlich. Eine kleine Sache, erklärt er.

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