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Grotesker als ein Hollywood-FilmEine irre Reise durch Nordkorea

Kei­ner weiss, was für schmut­zi­ge Ge­schäf­te die Regierung in Pyongyang macht. Ein ar­beits­lo­ser Koch und ein Ex-Dea­ler schauten mal nach­ – und produzierten einen Dokumentarfilm, der selbst die UNO schockt.

Sie hätten nie gedacht, dass das Ding so gross werden würde: Jim La­t­ra­che-Qvor­trup und Ulrich Larsen, die Hauptdarsteller von «The Mole».
Sie hätten nie gedacht, dass das Ding so gross werden würde: Jim La­t­ra­che-Qvor­trup und Ulrich Larsen, die Hauptdarsteller von «The Mole».
Foto: Wingman Media

Am En­de des Films sitzt da in ei­ner der letz­ten Ein­stel­lun­gen Ul­rich Lar­sens Ehe­frau Sa­sha, Rü­cken zur Ka­me­ra. Sie starrt ih­ren Mann an und sagt lei­se: «Ich fin­de, du bist ein Idi­ot. Auch weil du mir nichts ge­sagt hast.» Und was hat Ul­rich Lar­sen, der Maul­wurf, «The Mo­le», wie er im Film ge­nannt wird, sei­ner Frau ge­ant­wor­tet? «Ja, ha­be ich ge­sagt. Ja, du hast recht.»

Er ist tat­säch­lich zum Tref­fen mit dem Mann gekommen, der für das verantwortlich ist, was Nachrichtendienstler «eine der bes­ten Ge­heim­dienstope­ra­tio­nen» bezeichnen. Die Nord­ko­rea­ner schimpfen Ulrich Larsen ei­nen Lüg­ner und Ma­ni­pu­la­tor. Jetzt sitzt er in ei­nem un­schein­ba­ren Café in ei­nem un­schein­ba­ren Vor­ort von Ko­pen­ha­gen, in dem er mit Frau und Kin­dern lebt. Er trägt ein grau­es Sweat­shirt, den Kopf kahl ge­scho­ren, und man ver­steht schon, wie so ei­ner sich un­sicht­bar ma­chen kann.

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