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Porträt Patrizia LaeriEine Gazelle unter Bullen

Sie war Moderatorin von «SRF-Börse» und galt dem «Blick» als «schöne TV-Frau». Dann riss ihr der Geduldsfaden – sie begann sich in den sozialen Medien gegen Sexismus zu wehren. Nun wird sie Chefredaktorin.

Portrait von SRF Moderatorin Patrizia Laeri, fotografiert im Garten des SRF in Leutschenbach.  (Urs Jaudas)
Portrait von SRF Moderatorin Patrizia Laeri, fotografiert im Garten des SRF in Leutschenbach. (Urs Jaudas)

Wie die Protagonistin eines französischen Autorenfilms sitzt Patrizia Laeri an einem Frühlingsabend auf einer Bank im Lindenhof: im eleganten Jupe, hochhackigen Sandalen und mit einer schicken Sonnenbrille. Sie sieht aus, als setze sie gleich zu einer Szene an, nur der Text passt eher zu einer Börsensendung als zu einem filmischen Drama. Selbst wenn sie von ihrer Karriere erzählt, zitiert die 42-Jährige beiläufig Studien, Statistiken oder Interviews mit Nobelpreisträgern. Charmant, bestens informiert und immer mit einem Auge auf dem Ziel, plaudert sie von ihren Lieblingsthemen: Diversität, Inklusion, Kooperation – der Dreiklang, der eine gerechtere Welt verspricht und deshalb unangreifbar ist. Vermutlich auch, weil ihn niemand so genau versteht. «Man muss ja eine Haltung haben.» sagt sie. «Den Mutigen gehört die Welt.»

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