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Ask-ForceEin unerwartetes Geschenk

Vor Frau Zoccolis Haus stand plötzlich ein Paket für eine andere Frau. Was dies zu bedeuten hat und wieso Frau Zoccoli alarmiert sein sollte.

Vor Frau Zoccolis Haus stand plötzlich ein unerwartetes Geschenk.
Vor Frau Zoccolis Haus stand plötzlich ein unerwartetes Geschenk.
Foto: Nicolas Aebi

Es ist allgemein bekannt, dass die Ask-Force alles weiss, was es zu wissen gibt. So könnten wir Ihnen mühelos erklären, wie in einer handelsüblichen Einbauküche unedle Metalle in Gold umgewandelt werden oder wie ein Schnitzel zuzubereiten ist, ohne dass beim Braten die Panade abfällt. Und dennoch bringt uns die heutige Frage in Verlegenheit. Denn ihre Antwort ist selbst durch unseren unermesslichen Bildungsschatz kaum zu erreichen.

Vor dem Haus von Frau Zoccoli geht Seltsames vor. Da stand plötzlich ein Geburtstagsgeschenk von Lisa für Regina. Doch Frau Zoccoli versichert, dass hier keine Regina wohnt. Nun befürchtet sie, dass die Freundschaft zwischen Regina und Lisa Schaden nehmen könnte. Regina werde betupft sein, dass Lisa ihren Geburtstag vergass, und Lisa könnte beleidigt sein, dass sich Regina nicht für das Geschenk bedankt hat. Frau Zoccoli nimmt an, dass dies das Ende einer langen Freundschaft bedeuten könnte und bittet uns, Regina zu finden, um die Situation zu klären.

Nein, wir können Regina nicht ausfindig machen. Das liegt ausserhalb unserer Kompetenz. Jedoch sind wir relativ sicher, dass sich Frau Zoccoli in grosser Gefahr befindet. Denn wir haben Zweifel daran, dass die Beziehung zwischen Lisa und Regina so harmonisch ist, wie sich dies die Fragestellerin ausmalt. So verwundert es uns, dass Lisa die Zustellung nicht den Profis, also der Post, überlässt. Ein Paket mit einem Gewicht bis zu 2 Kilogramm zu verschicken, kostet läppische 7 Franken. War ihr dieser Aufpreis die Freundschaft nicht wert? Und wieso stellte sie das Paket vor das falsche Haus? Lag der letzte Besuch aus Gründen der persönlichen Ablehnung schon so lange zurück, dass sie sich in der Adresse geirrt hat?

Auch bei Regina ergeben sich Ungereimtheiten. Könnte es etwa sein, dass sie Lisa einen falschen Wohnort angegeben hat, um sich von spontanen Besuchen schützen zu können? Die beiden Frauen scheinen in einem Pflichtverhältnis zu stehen, zum Beispiel familiärer Natur, durch das erwartet wird, dass man sich beschenkt. Gleichzeitig scheint die Beziehung zueinander höchst toxisch zu sein. Deshalb dürfte das Paket entweder mit Arsen angereichertes Gebäck enthalten oder es ist etwas, das vom Sprengstoffkommando der Kantonspolizei untersucht werden sollte. Wir raten Frau Zoccoli, Abstand zu halten.

Ungefährliche Geschenkpakete und weitere Fragen schicken Sie an: askforce@derbund.ch