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Zusatzeinkommen und PensionEin kleiner Erwerb erlaubt nach der Pensionierung manchmal höhere Steuerabzüge

Wird ein Nebenerwerb nach der Pensionierung weitergeführt, können Rentner unter gewissen Bedingungen weiterhin Steuerabzüge für Berufskosten geltend machen.

Vorsicht bei der Versteuerung von Nebeneinkünftgen: Eine Rentnerin erteilt einem Bubem Klavierstunden.
Vorsicht bei der Versteuerung von Nebeneinkünftgen: Eine Rentnerin erteilt einem Bubem Klavierstunden.
Foto: Alistair Berg (Getty Images)

Paul Müller (Name geändert) wollte nach der Pensionierung seinen bisherigen Nebenerwerb in der Steuererklärung neu als Haupterwerb deklarieren. Denn so hätte er die tatsächlichen Kosten für Arbeitsweg und anderes mehr als Abzüge geltend machen können. Doch der Angestellte der zuständigen Gemeindesteuerbehörde stellte sich quer. Paul Müller erhielt die Auskunft, der Nebenerwerb sei auch nach der Pensionierung steuerlich betrachtet ein Nebenerwerb. Somit sei als Steuerabzug höchstens eine Pauschale von 20 Prozent der Einkünfte zulässig.

Müller findet, sein Einkommen könnte ebenso als Haupterwerb interpretiert werden. Denn der Rentner geht ja keiner anderen Tätigkeit mehr nach. Er arbeitet mit einem kleinen Pensum von 10 bis 20 Prozent als angestellter Psychotherapeut. Die Arbeit bringt zwar kein grosses Gehalt, sie ist aber mit vergleichsweise hohen Reisespesen verknüpft, da Müller für kurze Einsätze von manchmal eineinhalb Stunden eine längere Strecke mit dem Auto zurücklegt. Dabei kann es sich um Notfälle handeln, wenn bei einem Patienten Suizidgefahr besteht. Hinzu kommen Spesen für Telefongespräche, Mahlzeiten auswärts, Fachliteratur und anderes mehr.

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