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Nach den Plagiaten die Guttenberg-Songs

«Alles nur geklaut» und andere Spottlieder sind im Internet dem deutschen Minister gewidmet.

Mehrere Songs, die sich auf humoristische Art mit den Plagiatsvorwürfen gegen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) auseinandersetzen, sind inzwischen zu Rennern im Internet geworden. Der Titel «Alles nur geklaut» des Radiosenders ffn, eine Cover-Version des Hits der Prinzen von 1993, wurde auf der Onlineplattform Youtube bis zum Mittwochmittag mehr als 140'000 Mal angeklickt. Die Idee zu dem Satire-Song hatten zwei Mitarbeiter des Senders, die Guttenberg in dem Lied als «Fussnoten-Entferner» verspotten. So heisst es in dem Text: «Ich schreibe etwas ab, die ganze Nation weiss das schon, jetzt steht's in jedem Blatt: Ich hab Mist gebaut und wurd' durchschaut. Keiner hält mich mehr für klug, alle merken den Betrug. Wann geht der nächste Afghanistan-Flug? Denn ich hab alles nur geklaut. Ich bin der Fussnoten-Entferner. Mein Doktortitel ist versaut, da hilft mir nicht mal mehr der Kerner. Ich hab alles nur geklaut, nur gestohlen, nur gezogen und geraubt - die Karriere ist versaut!».

Der Liedtext spielt unter anderem auf die umstrittene Mitreise des Talkmasters Johannes B. Kerner mit dem Verteidigungsminister im Dezember nach Afghanistan an, wo dann vor einem Publikum aus deutschen Soldaten eine Talksendung mit Guttenberg aufgezeichnet wurde.

Auch die Karaoke-Boys nehmen in ihrem aktuellen Bühnenprogramm «Fussnote» die Plagiatsaffäre auf die Schippe. Die Darsteller Mathis Kurrat und Willi Wonder singen in ihrer auch im Internet verbreiteten Version des Prinzen-Hits unter anderem: «Denn das ist alles nur geklaut, das ist alles alles gar nicht meine.»

Ein anderer Song heisst «Copy Paste»

Die aus dem Allgäu stammende Band «Rainer von Vielen» widmet der Plagiatsaffäre sogar einen eigenen Song, der binnen weniger Tage auf Youtube mehr als 26'000 Mal angeklickt wurde. In dem Titel «Copy Paste» - der Begriff beschreibt das Kopieren und Einfügen am Computer - dreht sich alles um die Frage: Bin ich Kopie oder Original?

Die erste Strophe befasst sich ausschliesslich mit Guttenberg: «Gut gemeint ist noch lang nicht gut gemacht. Verantwortung verpflichtet, und bin ich an der Macht - dann Haargel in die Haare, AC/DC auf die Ohren. Hab ich nichts zu sagen, hab ich schnell verloren. Also gucken, was die anderen schreiben», heisst es dort.

(dapd)

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