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Mark, gib uns einen «Care»-Button!

Wir liken auf Facebook, was das Zeug hält. Aber mal ehrlich: Selbst Primaten können sich vielseitiger ausdrücken. Zeit für neue Buttons. Ein Gedankenspiel und Vorschläge.

«Wir liken nicht nur Dinge. Wir tun mehr als das!»: Der Ausruf zahlreicher Gruppen auf Facebook stimmt. Erhört wird er deshalb noch lange nicht. «Alles, was sie von uns wollen, ist, Dinge zu liken. Ich will disliken!», heisst es darum seit Jahren kläglich von Millionen von Facebook-Usern. Ich stolpere immer wieder darüber. Auch in wissenschaftlichen Kreisen ist man oft erbost über die Sturheit Facebooks, keine weiteren Buttons einzuführen. Felix Stalder etwa, Professor für Digitale Kultur und Theorien der Vernetzung von der Zürcher Hochschule der Künste, warnte kürzlich vor der «Vorformatierung» der Internetkommunikation. Facebook lenke sie in für sich selbst nützliche Formen und verzichte auf einen «Dislike»-Button wegen der Gefahr negativer Äusserungen. Nur: Ein Geheimnis ist das nicht. Facebook sagt es schlicht selbst: «Positive Meldungen passen besser zu uns als negative.» Das Netzwerk bangt um seine Wohlfühlstimmung – und damit um sich. Denn der User loggt sich ein, postet, bleibt, einzig, um sich gut zu fühlen. Denkt Facebook. Miesepetern und Frustbeulen soll zumindest keine Bühne geboten werden.

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