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Iranerin wird wegen «unislamischen Badeanzugs» um Rekord gebracht

Elham Asghari schwamm in acht Stunden 18 Kilometer durch das Kaspische Meer und stellte damit einen Rekord auf. Doch der Schwimmverband will ihn nicht anerkennen – wegen ihres Badeanzugs.

Die iranische Schwimmerin Elham Asghari wirft den Behörden ihres Landes vor, wegen eines «unislamischen Badeanzugs» einen Rekord für ein Distanz-Schwimmen im offenen Meer nicht anzuerkennen. Ihr Video auf dem Onlineportal Youtube sorgt für Furore in sozialen Netzwerken, inzwischen hat sie tausende moralische Unterstützer gefunden.

Nach eigenen Angaben schwamm Asghari am 11. Juni in acht Stunden 18 Kilometer durch das Kaspische Meer. «Ich trug islamische Bekleidung und hatte die Erlaubnis des Schwimmverbandes», zitierte sie die Zeitung «Bahar». Doch dann habe ihr der Verband die Anerkennung des Rekordes verweigert, mit dem Hinweis, der Vizesportminister habe ihren Anzug als unpassend für das Schwimmen im freien Wasser bezeichnet.

Je mehr Entrüstung die 32-Jährige im Internet auslöst, umso entschiedener weisen die iranischen Behörden ihre Darstellung zurück. «Es war niemand vom Schwimmverband zugegen, und es ist unklar, ob sie wirklich 18 Kilometer schwamm», sagte ein Mitarbeiter des Verbandes. Das Schwimmen von Frauen im Meer widerspreche überdies den Regeln des Sportministeriums, und es habe drei Jahre lang keine Wettkämpfe gegeben.

AFP/rbi

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