Wie Facebook Kasse machen will

In den USA können Mitglieder für sieben Dollar eine Statusnachricht prominent auf der Meldungsübersicht ihrer Freunde platzieren.

Startet Testversuch in den USA: Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

Startet Testversuch in den USA: Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

(Bild: AFP)

Das weltweit grösste soziale Internet-Netzwerk Facebook bietet in den USA testweise kostenpflichtige Statusmeldungen an. Mitglieder können für sieben Dollar (5.40 Euro) eine Statusnachricht prominent – also länger weiter oben – auf der Meldungsübersicht ihrer Freunde platzieren, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

«Wenn du einen Post bewirbst – egal, ob es Hochzeitsfotos sind, ein privater Flohmarkt oder grosse Neuigkeiten – schiebst du ihn höher in die Newsfeeds, so dass die Wahrscheinlichkeit grösser ist, dass deine Freunde ihn sehen.»

Die neue Einstellung sei Teil von Tests, die bereits in mehr als 20 Ländern liefen, erklärte Facebook. Seit Mai teste der Konzern die Werbeoption in Neuseeland. Der konkurrierende Kurznachrichtendienst Twitter hatte kürzlich erklärt, mit solchen kostenpflichtigen Nachrichten gute Erfahrungen gemacht zu haben.

Eine Milliarde Nutzer

Ebenfalls am Donnerstag feierte Facebook seinen milliardsten Nutzer. Allerdings ist Kritikern immer noch nicht klar, wie das US-Unternehmen Geld mit seinen vielen Mitgliedern verdienen will.

Facebook ist zum überwiegenden Teil von Werbeeinnahmen abhängig. Als Problem gilt dabei, dass immer mehr Nutzer über mobile Geräte auf das soziale Netzwerk zugreifen, Facebook aber eine klare Strategie für das Anzeigengeschäft in diesem Bereich fehlt. Die Facebook-Aktie verliert seit Wochen stetig an Wert.

rek/AFP

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