Was das nächste iOS-Update bringt

Für iOS 11.3 hat Apple ein paar interessante Neuerungen vorab angekündigt. Das sind die wichtigsten.

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Rafael Zeier@RafaelZeier

Akku-Gesundheit
Neu findet man in den Batterie-Einstellungen einen Hinweis darauf, wie gut die Batterie noch ist. Dort wird man auch informiert, wenn ein Batteriewechsel hilfreich wäre. Zudem können Nutzer dort neu die Funktion deaktivieren, die das iPhone automatisch ausbremst, um Abstürze zu verhindern, wenn der Akku nicht mehr die volle Leistung bringt. Bis anhin hat Apple die Funktion ungefragt und ohne die Nutzer zu informieren, aktiviert. Dafür hat Apple in den letzten Wochen viel Kritik einstecken müssen.

ARKit erkennt Wände
Bis anhin konnte man mit Apples Augmented-Reality-Software virtuelle Objekte nur auf horizontalen Flächen wie Tischen oder Böden platzieren. Mit iOS 11.3 wird es auch möglich, vertikale Flächen zu nutzen. So kann man schon bald virtuelle Poster an die Wand hängen. Neu ist auch die Auflösung des Kamerabildes höher.

iMessage
Nein, eine Android-Version von Apples Kurznachrichtendienst ist weiterhin nicht in Sicht. Dafür bekommt der Dienst eine bereits für iOS 11 angekündigte und sehr willkommene Neuerung. Kurznachrichten werden künftig (so man es nicht deaktiviert) vollumfänglich mit der Cloud synchronisiert. So sind alle Nachrichten immer schon verfügbar, wenn man zum Beispiel ein neues Apple-Gerät in Betrieb nimmt. Wenn man eine Nachricht auf einem Gerät löscht, verschwindet sie auch auf allen anderen Geräten.

Neue Animoji
Der Hype um die animierten Emojis die man mit dem eigenen Gesicht und einem iPhone X steuern kann, hat in den letzten Wochen merklich abgenommen. Mit vier neuen Figuren (Löwe, Drache, Totenkopf und Bär) sorgt Apple nun für Nachschub.

Business-Chat
Immer mehr Messenger-Anbieter ermöglichen es Firmen, via Kurznachrichten mit Kunden in Kontakt zu treten. Da will Apple nicht aussen vor bleiben und lanciert einen entsprechenden Beta-Test. Dabei sind amerikanische Firmen wie Hilton, Lowe's und Wells Fargo.

Gesundheitsdaten und Patientendossiers
Dass Apple im Gesundheitssektor noch einiges vorhat, ist ein offenes Geheimnis. Mit iOS 11.3 wird ein weiterer Schritt in diese Richtung publik. Das iPhone soll zur Zentrale für Gesundheitsdaten werden. Künftig sollen Ärzte, Spitäler und Labors ihre Daten und Befunde in der Gesundheits-App auf dem iPhone ablegen können. So hat man als Patient die verschlüsselten und passwortgeschützten Informationen stets zur Hand und an einem zentralen Ort gesammelt. So zumindest der Plan von Apple. Tatsächlich dürfte das Digitalisieren und Zentralisieren von Patientendaten ein Mammutprojekt mit unzähligen Hürden werden. Einen Trumpf hat Apple aber schon mal: Dank den hohen Sicherheits- und Privatsphärestandards ist der iPhone-Konzern für dieses Unterfangen besser aufgestellt als andere Techkonzerne.

Books statt iBooks
Apples E-Book-App heisst neu nur noch Books. Das «i» ist verschwunden. Die kleine Änderung hat bereits zu zahlreichen und gewagten Spekulationen Anlass gegeben. Einige behaupten, dass Apple das «i» vor Produktenamen abschaffen wolle. Andere, dass Apple einen iOS-Laptop mit dem nun frei gewordenen Namen lancieren könnte.

Multiroom
Anfang Woche hat Apple den Verkaufsstart des Homepods angekündigt. Zum allgemeinen Erstaunen wird beim Start eine der prominentesten Funktionen fehlen: die Möglichkeit, mehrere Lautsprecher zu koppeln und gleichzeitig mit Musik zu bespielen. Wie 9to5mac berichtet, ist die Funktion nun aber in der Vorabversion von iOS 11.3 aufgetaucht. Airplay 2, wie die Funktion genannt wird, laufe aber noch nicht fehlerlos. Trotzdem sieht es ganz danach aus, als würden Homepod-Käufer in den USA, Grossbritannien und Australien nicht allzu lang auf diese elementare Funktion warten müssen. Ein Schweizer Homepod-Verkaufsstart ist noch nicht bekannt.

Musikvideos
Künftig sollen bei Apple Music, dem Streamingdienst, nicht nur Musik, sondern auch Musikvideos angeboten werden. Das ist ein interessanter Schachzug im Wettstreit mit Spotify und Youtube. Wie gross das Sortiment ist, muss sich dann aber erst noch zeigen. Apple verspricht Neuheiten und Klassiker.

Homekit
Apples Standard für vernetzte Geräte machte es Herstellern in der Vergangenheit nicht einfach. Um den Sicherheitsstandard zu gewährleisten, mussten sie speziell vorgeschriebene Chips einbauen. Künftig können Hersteller ihre Geräte auch per Software authentifizieren. Damit sollte die Anzahl kompatibler Geräte weiter steigen. Auch bereits am Markt befindliche Geräte könnten nachträglich für Homekit fit gemacht werden.

Update-Grösse
Wer App-Updates herunterlädt sieht nun auf den ersten Blick, wie gross sie sind. So hat man als Nutzer einen besseren Überblick, und App-Entwickler werden vielleicht motiviert, ihre Apps und Updates künftig etwas schlanker zu halten.

Advanced Mobile Location
Wer eine Notrufnummer anruft, übermittelt künftig automatisch den eigenen Standort. Vorausgesetzt der Notrufdienst unterstützt die entsprechende Funktion.

iOS 11.3 soll im Verlauf des Frühlings ausgeliefert werden.

DerBund.ch/Newsnet

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