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Tastatur vs. Touchscreen

Auch Blackberry-Hersteller RIM profitiert vom Smartphone-Boom. Aber die Sorgen wachsen, dass Apple bald vorbeiziehen könnte.

Bekennende Blackberry-Fans: US-Präsident Barack Obama und Beraterin Valerie Jarrett.
Bekennende Blackberry-Fans: US-Präsident Barack Obama und Beraterin Valerie Jarrett.
Keystone

Alle Welt schielt nach dem neuen iPhone - da hat es RIM mit seinen Blackberrys schwer, Schritt zu halten. Zwar profitierte auch das Urgestein der Branche vom Boom der Smartphones. Aber die Sorgen wachsen, dass Apple bald vorbeiziehen könnte.

In den drei Monaten bis Ende Mai stieg der Umsatz von RIM um 24 Prozent auf 4,2 Mrd. Dollar. Der Gewinn nahm im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 769 Millionen Dollar zu. Konzernchef Jim Balsillie versprach im kanadischen Waterloo weiteres Wachstum. Dazu soll eine Reihe neuer Geräte beitragen. Einzelheiten nannte er keine.

Blackberrys sind wegen ihrer Tastatur besonders bei Geschäftskunden beliebt, die viele E-Mails schreiben. RIM verkaufte im Vierteljahr 11,2 Millionen der Geräte. Nur Nokia bringt mehr Smartphones unters Volk. Doch Apple wächst deutlich schneller als die beiden Rivalen. Zuletzt verdoppelten sich die iPhone-Verkäufe im Quartal auf 8,75 Millionen Stück.

Apple legt auch mit dem iPhone 4 vor

Am Donnerstag kam die mittlerweile vierte iPhone-Version in die Läden und war gleich ausverkauft. Experten schätzen, dass Apple binnen eines Tages 1 Millionen Geräte losgeworden ist. Selbst technische Schwierigkeiten, über die erste Nutzer klagten, konnten das gute Gesamtbild nicht trüben.

Die Kalifornier verstehen es wie kein zweites Unternehmen, ihre Fans zu mobilisieren und sich eine immer breitere Anhängerschaft aufzubauen. Apple war erst 2007 in den Smartphone-Markt eingestiegen - zu einem Zeitpunkt, als RIM schon eine feste Grösse war. Damals war das Segment gemessen am gesamten Handymarkt aber noch klein.

Weitere Konkurrenten

Heute boomt der Markt und hat damit auch weitere Konkurrenten angelockt. Zu nennen ist vor allem der Internetkonzern Google mit seinem Betriebssystem Android, das in einer ganzen Reihe von Geräten unterschiedlicher Hersteller steckt. Auch der Software-Primus Microsoft mischt bei Smartphones mit.

In einigen Jahren, so schätzen Experten, werden mehr Smartphones als herkömmliche Handys verkauft. Smartphones sind eher Computer als Telefone. Den Möglichkeiten sind dank kleiner Zusatzprogramme, sogenannter Apps, kaum Grenzen gesetzt. So fungiert das Handy mit eingebautem GPS-Empfänger beispielsweise auch als Navigationsgerät.

Starker Anstieg in den letzten drei Monaten

RIM versuchte, seine Anleger mit einem weiteren Aktienrückkauf zu besänftigen. Das Unterfangen, sonst ein Garant für steigende Kurse, floppte aber. Bereits in der jüngeren Vergangenheit hatte RIM mit einem im Vergleich zur Konkurrenz schwachen Wachstum enttäuscht.

Rund 46 Millionen Menschen nutzen derzeit den Blackberry-Dienst, um ihre E-Mails unterwegs abzurufen. Das sind 4,9 Millionen mehr als noch vor drei Monaten.

SDA/rek

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