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Nokia konkurrenziert den Apple-Kartendienst

Der finnische Konzern fordert mit eigenen Kartendiensten Apple und Google heraus. Bereits in den nächsten Wochen erscheint eine App fürs iPhone.

Blick auf Berlin: Kartendienst Here.
Blick auf Berlin: Kartendienst Here.

Nokia baut sein Geschäft mit Kartendiensten weiter aus: Das am Dienstag vorgestellte Angebot Here bündelt die bisherigen Kartenangebote und soll künftig auf allen wichtigen Plattformen nutzbar sein. Die Kartenanwendung, mit der Nokia den Konkurrenzkampf mit Apple und Google forciert, kann man mit den Smartphone-Browsern abrufen (m.here.net). Kartenlösungen bringen dem Unternehmen laut Nokia-Chef Stephen Elop jährlich Erlöse von einer Milliarde Euro.

App fürs iPhone geplant

Nokia hat weiter angekündigt, in den kommenden Wochen eine eigene App für iOS zu lancieren. «Wir erwarten, dass sie in den nächsten Wochen zum kostenlosen Download verfügbar sein wird», schreibt Nokia. Android-Entwickler werden zudem mit entsprechenden Werkzeugen die Möglichkeit erhalten, Here in ihre Anwendungen einzubauen.

Die geplante iOS-App von Here basiert auf HTML5, bietet eine Offlinefunktion und sprachgeführte Fussgängernavigation. Der Nutzer erhält Einkaufstipps, Informationen zum öffentlichen Nahverkehr oder zur Verkehrsbelastung. Weiter kann man sich Restaurants, Sehenswürdigkeiten und Shoppingmöglichkeiten auf einer farbigen Heatmap anzeigen lassen.

3-D-Unternehmen übernommen

Darüber hinaus wurde bekannt, dass Nokia den 3D-Kartendienst Earthmine kauft. Das Geschäft solle bis zum Jahresende abgeschlossen sein, erklärte Earthmine, ohne Einzelheiten zu den Bedingungen zu nennen. Die Technik des kalifornischen Unternehmens zur 3-D-Erfassung soll fester Bestandteil bei der Entwicklung der Karten werden.

Zugleich hat der finnische Konzern am Dienstag eine strategische Partnerschaft mit Firefox-Entwickler Mozilla bekannt gegeben, um neue ortsbezogene Dienste auch auf den Browser zu bringen. Nokia will im kommenden Jahr eine erste mobile Webversion von Here Maps auf dem neuen Firefox OS anbieten.

Microsoft arbeitet bei Kartendiensten bereits eng mit Nokia zusammen. Die Karten der Suchmaschine Bing nutzen Material von Nokia Maps.

Apple hatte erst kürzlich einen Kartendienst vorgestellt, um Google Maps auf seinen Geräten zu ersetzen. Apple-Chef Tim Cook musste den Nutzern vorerst aber doch raten, die Plattform nicht zu benutzen, nachdem heftige Pannen aufgetreten waren. So kannte das Programm zahlreiche Orte nicht, setzte Ortsmarken falsch oder stellte Bilder verzerrt dar.

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