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Laptops statt iPads für die Schüler in Los Angeles

Über eine halbe Million Tablets wollte die Stadt an ihre Schüler verteilen. Doch jetzt kommt die Kehrtwende.

Das iPad bekommt an Los Angeles' Schulen Konkurrenz. Das sind die Alternativen:
Das iPad bekommt an Los Angeles' Schulen Konkurrenz. Das sind die Alternativen:
Keystone
Surface Pro 2 von Microsoft: Die Tastatur hält magnetisch am Bildschirm und lässt sich entfernen. Auch so wird aus dem Laptop ein Tablet.
Surface Pro 2 von Microsoft: Die Tastatur hält magnetisch am Bildschirm und lässt sich entfernen. Auch so wird aus dem Laptop ein Tablet.
PD
Latitude E7240 von Dell: Der Laptop ist auch mit Touchscreen erhältlich.
Latitude E7240 von Dell: Der Laptop ist auch mit Touchscreen erhältlich.
PD
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Das Projekt war ambitioniert – und teuer. Die Stadt Los Angeles wollte alle ihre 640'000 Schüler mit iPads ausrüsten (IT-Giganten greifen nach der Schule). Geplant waren laut der «Los Angeles Times» Projektkosten von einer halben Milliarde Dollar.

Das im Juli 2013 angekündigte Projekt stand unter keinem guten Stern. Schon an den ersten Testschulen fanden die Schüler schnell heraus, wie man die Sperren in den Tablets umgeht. Darauf wurden an mehreren Schulen die iPads wieder eingezogen, wie die «LA Times» berichtete.

Währenddessen nahm die Kritik am Tablet-Programm zu. Kritiker monierten etwa, dass die iPads nicht nachhaltig genug wären und nach wenigen Jahren schon wieder ersetzt werden müssten. Kritisiert wurden aber auch die hohen Kosten oder die Entscheidung für Apple-Tablets im Allgemeinen.

Doch nicht einer für alle

Knapp ein Jahr nach der Lancierung des iPad-Programms kommt nun die Kehrtwende. Wie die «LA Times» berichtet, sollen die Schulen nun auch Laptops für ihre Schüler auswählen dürfen.

«Erstklässler und Highschool-Schüler haben nicht dieselben Bedürfnisse. Der Ein-Gerät-für-alle-Ansatz macht keinen Sinn», begründete Monica Ratliff vom Schuldistrikt die Kehrtwende gegenüber der Zeitung.

Ein Mitglied der Finanzkommission fügte an: «Wir freuen uns, dass Alternativen geprüft werden. Es ist nie gut, wenn man nur auf eine Technologie oder ein Gerät setzt.»

Die iPad-Alternativen

Einzelne Testschulen hätten bereits ein Modell ausgewählt. Dabei seien Geräte wie das Yoga von Lenovo, das Surface Pro 2 von Microsoft, das Latitude E7240 von Dell und mehrere Chromebooks von Google und seinen Partnern (siehe Bildstrecke). So der Plan bewilligt wird, sollen die Geräte ab Herbst an den Schulen getestet werden.

«Wir werden sehen, was uns die Lehrer, Schüler und Eltern berichten werden, die mit den Geräten täglich zu tun haben», sagte ein Berater, der am Auswahlprozess beteiligt ist. Derweil sei das iPad-Programm laut «LA Times» ausgesetzt worden. Einzelne Schulen sollen ihre iPad-Lieferung aber trotzdem noch erhalten.

(zei)

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