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G1 gegen iPhone: Kampf der Smartphones

Orange prüft die Einführung des Google-Handys G1 in die Schweiz - erste Testberichte über die grössten Unterschiede zum iPhone.

Das G1 von Google: Konkurrenzkampf mit Apples iPhone.

Seit gestern steht fest: Das Google-Handy G1 kommt nächsten Monat auf den Markt, erst in den USA und Grossbritannien und 2009 in 26 anderen Ländern. Da der exklusive Vertriebspartner T-Mobile nicht in der Schweiz präsent ist, wird der deutsche Kommunikationsriese das G1 nicht in die Schweiz ausliefern. In der Schweiz könnte Orange davon profitieren: Laut Recherchen von Redaktion Tamedia prüft das Unternehmen die Einführung des G1 in die Schweiz. Zurückhaltender gibt sich Konkurrent Swisscom: Die Verantwortlichen wollen das Android-Handy zuerst selber testen (Android ist das Betriebssystem des Google-Handys). Nachher sehe man weiter, so Swisscom-Sprecher Christian Neuhaus.

Durchbruch für mobiles Internet?

Das G1 tritt in direkter Konkurrenz zu den etablierten Smartphones der Rivalen Apple (iPhone) und Research In Motion (Blackberry), die zusammen einen Marktanteil von über 60 Prozent haben. «Bislang nutzt nur ein Bruchteil der Kunden das Mobiltelefon zum Surfen im Internet. Mit dem G1 haben wir jetzt die Chance, die Massennutzung des mobilen Internets zu erreichen», sagt Cole Brodman, Entwicklungschef von T-Mobile in den USA.

iPhone und G1 im Vergleich

Fachjournalisten aus aller Welt hatten nach der Präsentation gestern Nachmittag Gelegenheit, das Smartphone zu testen. Das Fazit der Experten nach dem Vergleichstest mit dem iPhone: Genau wie das iPhone verfügt auch das G1 über einen berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen) mit einer Auflösung von 480 mal 320 Pixel. Das iPhone kommt - wie man es von Apple erwarten darf - etwas handlicher daher. Mit einer Dicke von nur 1,2 Zentimetern ist es 4,5 Millimeter kleiner als das G1 und auch 20 Prozent leichter.

Speicher und Akku

Laut n24.de ist der interne Speicher des G1 von 256 Megabyte auf 8 Gigabyte erweiterbar, allerdings gibt es noch keine Angaben über das unterstützte Speicherkarten-Format. Das iPhone hat 8 respektive 16 Gigabyte Speicher. Der G1-Akku läuft im Standby-Betrieb 130 Stunden und im Sprechbetrieb maximal fünf Stunden.

Preisgünstiges G1

Umgerechnet 195 Franken kostet das G1 ab dem 22. Oktober in den USA. Für 35 Dollar im Monat bekommen US-Kunden eine Flatrate für Internet-Nutzung und SMS. Im Frühjahr 2009, wenn das G1 dereinst auch in Deutschland verkauft wird, müssen Käufer einen Zweijahresvertrag von umgerechnet 271 Franken abschliessen, bei monatlichen Kosten von 46 Franken (Variante mit 8 Gigabyte).

Mit Amazon gegen iTunes

Im direkten Angriff auf iTunes wird Amazon.com seinen Musik-Downloaddienst auf dem G1-Handy anbieten. Amazon hat sechs Millionen Songs im MP3-Format im Angebot - ohne Kopierschutz wie bei iTunes, was die Konsumenten natürlich freut.

Kamera: iPhone im Hintertreffen

G1-Kunden können zudem Google Maps nutzen. Laut dem Tester von focus.de kann man problemlos eine Strassenadresse in GoogleMail anklicken, sich diese auf Maps anzeigen und den Weg inklusive realer Bilder aus StreetView erklären lassen. Die Auflösung der G1-Kamera ist mit 3 Megapixeln besser als diejenige der iPhone-Kamera mit 2,0 Megapixeln. Aber wie das iPhone kann auch das G1 keine Videos machen. Immerhin verfügt es, anders als das iPhone, über eine MMS-Funktion.

Ärger beim Synchronisieren

Der grösste Mangel des G1 ist laut verschiedenen Testberichten die fehlende Synchronisationsmöglichkeit mit dem PC: Alle Daten müssen in Googles Online-Dienste eingespielt werden. Wer auf dem PC Outlook nutzt, hat Pech. Ärgerlich ist auch das Fehlen eines Kopfhörer-Ausgangs. Nutzer brauchen einen Mini-USB-Adapter.

Folgt auf HTC Sony Ericsson?

Das erste Google-Handy wird vom taiwanesischen Hersteller HTC produziert. Doch das nächste Google-Phone könnte von Sony Ericsson kommen: Laut einem Bericht von inside-handy.de hat das Joint Venture Sony Ericsson Interesse an dem Betriebssystem Android geäussert.

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