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Facebook sucht sein Heil im Messenger

Dass das soziale Netzwerk seine Nachrichten ausbaut, zeigt den Trend zu Apps in der App.

Entwickelt sich zum Flaggschiff des sozialen Netzwerks: Der Facebook-Messenger für Smartphones.
Entwickelt sich zum Flaggschiff des sozialen Netzwerks: Der Facebook-Messenger für Smartphones.
Facebook (zvg)

Mehr Funktionen, mehr Partnerschaften: Techcrunch zufolge will Facebook seinen Messenger gehörig weiterentwickeln. Drittanbieter sollen künftig Wege erhalten, in Facebooks Nachrichtenapp Zusatzfunktionen einzubauen. Der Schritt zeigt, dass die 2011 lancierte Separatapp für Facebook immer wichtiger wird.

Auch wenn das Telefonieren laufend an Bedeutung einbüsst: Smartphones bleiben Kommunikationsgeräte. Ganz vorne mit dabei sind die Nachrichtenapps. Dass Nutzer täglich so viel Zeit auf diesen verbringen, motiviert die Unternehmen, sie auszubauen. Im Verdrängungskampf stehen vor allem die aktuellen Platzhirsche: Facebooks Messenger, Whatsapp, Snapchat, Wechat und Line.

Wer klotzt, gewinnt

Auf dem überfüllten App-Markt zählt die Währung Aufmerksamkeit. Wer sich am meisten Minuten aus dem Tag des Nutzers sichert, hat die Nase vorn: Damit steigen die Kundenbindung, die Menge an Inhalten, die Nutzer produzieren, und letzten Endes auch die Werbeerlöse und Chancen auf lukrative Nebengeschäfte. Darum brauchen die Anbieter Argumente, um den Nutzer in der App zu halten – zum Beispiel mehr Funktionen.

Ob mit Geldtransfers, Shopping oder Spielen: Der Trend geht aus diesem Grund hin zu Mini-Apps in der App. Die asiatischen Apps Wechat und Line haben es vorgemacht – hier können zum Beispiel auch Comics gelesen oder Grusskarten verschickt werden. Inzwischen ziehen Snapchat und der Facebook Messenger nach. In den USA lassen beide bereits Geld per Kurznachricht verschicken.

Dass das erst der Anfang ist, zeigen die Ausbauschritte beider Unternehmen. Snapchat ist längst mehr als nur Nachrichtenapp und lässt Prominente ihre Fangemeinden pflegen oder zeigt Videobeiträge von Partnermedien. Facebook schaltet nun mit dem Partnerausbau seines Messengers einen Gang höher; und demonstriert, wie grosse Hoffnungen man auf das Messaging setzt und wie hart der Konkurrenzkampf auf diesem Feld mittlerweile ist. Für die Nutzer bedeutet der Ausbau vielseitigere Apps – allerdings um den Preis von mehr Werbung und Aufmerksamkeit heischenden Angeboten.

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