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Ein iPhone und zu viel deutsches Bier

Apple gilt als einer der verschwiegensten Computerkonzerne der Welt. Weil ein Apple-Arbeiter einen über den Durst getrunken hat, kennt jetzt die ganze Welt das neue iPhone.

Jazon Chen von Gizmodo.com zeigt das neue iPhone.

Das iPhone 4G welches gestern den Weg in die Medienwelt gefunden hat (Redaktion Tamedia berichtete), ist echt: Apple-Vizepräsident Bruce Sewell fordert in einem Brief an Gizmodo, in dessen Besitz sich das Gerät derzeit befindet, die Rückgabe des Apple-Handys.

Wie die «New York Times» schreibt, war es Apple-Entwickler Gray Powell, der das Gerät am 18. März in einem Restaurant in der Nähe von San Francisco liegen gelassen hat. Da der 27-jährige zuvor im Restaurant den Apple-Prototypen brauchte, um via Facebook über deutsches Bier zu fachsimpeln, ist davon auszugehen, dass der Unglücksrabe zu betrunken war, um zu bemerken, dass der Prototyp verloren ging. Der Apple-Mitarbeiter hat das als iPhone 3G S getarnte Smartphone offenbar für Testzwecke genutzt.

Das iPhone, welches erst Ende Juni (offiziell) hätte vorgestellt werden sollen, wurde am gleichen Abend von einem Bargast gefunden, der das Gerät gegen eine Summe von 5000 Dollar an das Techportal Gizmodo.com veräussert hat. Zuvor versuchte der Finder offenbar mehrmals, Apple über den Fund zu unterrichten. Das Unternehmen habe aber nie auf seine Anfragen reagiert.

«Wenigstens lebt er»

Gizmodo, welches das Gerät zu Testzwecken auseinandernahm, wollte laut eigenen Angaben Powell das Gerät zurückgeben. Laut Gizmodo-Autor Jesus Diaz, der mit Powell geredet hat, geht es diesem gar nicht gut, «aber wenigstens lebt er und scheint möglicherweise immer noch bei Apple zu arbeiten».

Die Frage, ob er wirklich für Apple arbeite, wollte Powell nicht beantworten. Kein Wunder, niemand im für als absolut verschwiegen geltenden Konzern steht derzeit wohl stärker unter Druck als der junge Softwareingenieur. «Ich wünsche mir für das Schicksal der Person, die das Gerät verloren hat, dass das ein Marketing-Gag von Apple ist», so Silicon-Valley-Kenner Paul Saffo gegenüber der «New York Times». «Aber das ist unwahrscheinlich. Ich möchte wirklich nicht in seiner Haut stecken.» Dennoch kann natürlich nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen, dass nicht wieder mal Apples Marketingmaschinerie zugeschlagen hat.

Bessere Bildschirmauflösung

Das neue iPhone soll angeblich den Namen iPhone HD tragen - die Bildschirmauflösung wird von 480 mal 320 Pixel auf 960 mal 640 Pixel hochgeschraubt. Eine iSight-Kamera macht Videokonferenzen möglichen. Auf den Fotos auf Gizmodo.com wird deutlich, dass die Kanten am Gehäuse deutlich eckiger sind als beim iPhone 3GS.

Die neuen Funktionen im Überblick:

  • Front-Kamera
  • Verbesserte Kamera auf der Rückseite
  • Kamera-Blitz
  • Micro-SIM
  • Display mit höherer Auflösung
  • Getrennte Tasten für die Laustärkeregelung
  • Alle Tasten sind nun aus Metall

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