Die Kalender-App für alle Fälle

Tipp

Bei jedem Smartphone ist ein Kalender dabei. Doch es gibt lohnende Alternativen.

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Rafael Zeier@RafaelZeier

Ein Redaktionskollege hat sich kürzlich von seinem alten iPhone getrennt und zu einem Android-Smartphone gewechselt. Eigentlich sei er damit sehr zufrieden, nur mit dem Kalender könne er sich nicht anfreunden. Er sehe nicht alle Termine und habe den Verdacht, einer sei sogar verschwunden. Ich empfahl ihm meinen aktuellen Lieblingskalender für Android, den aCalendar+. Das Problem war gelöst und der Kollege zufrieden.

Doch nur wenig später tauchte ein neues Problem auf. Der Kalender auf seinem iPad vertrage sich nicht mit dem Google-Kalender. Auch hier war die Lösung eine andere Kalender-App. Auf dem iPad (und dem iPhone) ziehe ich den Calendars 5 dem Standardkalender von Apple vor. Mit dieser Empfehlung war auch dieses Problem des Kollegen gelöst.

Doch was macht diese beiden Kalender-Apps aus? Um diese Frage zu beantworten, muss man vorausschicken, dass es in den App-Stores, genauso wie in der realen Welt in den Papeterien und Supermärkten, unzählige Typen und Arten von Kalendern oder Agenden gibt. Ein Kalendertyp für alle hat sich in der Realität genauso wenig durchgesetzt wie in der digitalen Gegenwelt. Für fast jeden Geschmack findet sich eine App. Etwas Experimentierfreudigkeit und Geduld sind aber unabdingbar.

Praktisch, aber nicht elegant

Bei meinem Android-Smartphone habe ich mich nach langem Durchprobieren verschiedener Apps für den aCalendar+ entschieden. Zeitweise hatte ich fünf und mehr Kalender gleichzeitig auf meinem Telefon, bis ich mich schliesslich für einen entscheiden konnte. Ein Hauptkriterium für mich waren die vielen Darstellungsmöglichkeiten.

Ich nutze hauptsächlich die Monatsansicht. Während andere Kalender Termine darauf nur als bunte Linien anzeigen, zeigt der aCalendar+ schon in der Monatsansicht die Titel der Einträge an. So sieht man auf einen Blick, was ansteht, und muss nicht erst in die Wochen- oder gar Tagesansicht wechseln. Mit den grossen und hochauflösenden Bildschirmen heutiger Smartphones geht das, ohne die Übersicht zu verlieren.

Der S Calendar von Samsung kann das zwar auch. Aber da ich privat ein anderes Android-Smartphone verwende und Samsung diese gelungene App nur seinen Kunden anbietet, war das keine Option.

Einen Nachteil hat der aCalendar+ allerdings. Sein Design ist pragmatisch, aber nicht elegant. Es gibt allerdings auch elegantere Kalender wie Cal: Any.do. Die App der To-do-Listen-Spezialisten setzt auf ein schlichtes Design. Trotzdem habe ich bis jetzt die 4 Franken, die ich für den aCalendar+ bezahlt habe, nicht bereut, auch wenn ich mir gelegentlich ein eleganteres Design oder wenigstens ein schöneres App-Symbol wünschen würde.

Der bessere Kalender fürs iPad

Auf dem iPad verwalte ich meine Termine mit Calendars 5, da mir Apples eigener Kalender zu spartanisch war. Nur schon das Synchronisieren mit dem Google-Kalender geht mit dem alternativen Kalender bedeutend einfacher und schneller. Aber auch mit dem Apple-Kalender lässt er sich abgleichen. Kommt dazu, dass das Design sehr übersichtlich und elegant ist. Diesen Kalender würde ich mir auch für Android wünschen. Mit 7 Franken ist Calendars 5 eine der teureren Apps im Store, aber auch diesen Kauf habe ich bis heute nicht bereut.

Ein Tipp noch zum Schluss. Wenn man sich für einen neuen Kalender entschieden hat, egal auf welchem Gerät, sollte man nicht vergessen, den alten entweder zu löschen oder zu deaktivieren. Sonst wird man fortan immer mehrfach an jeden Termin erinnert.

Den aCalendar+ gibt es im Play-Store von Google für 4 Franken. Calendars 5 gibt es für 7 Franken in Apples App-Store.

DerBund.ch/Newsnet

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