Das sagen erste Tests des neuen Apple TV

Ist es die versprochene Zukunft des Fernsehens? Amerikanische Journalisten haben die neue TV-Box ausprobiert.

Apple TV: Altbekannte Box und neue Fernbedienung.

Apple TV: Altbekannte Box und neue Fernbedienung.

(Bild: PD)

Der Senior unter den Apple-Experten Walt Mossberg sagt es pointiert: «Apple hat zwar nicht das Fernsehen neu erfunden, aber immerhin seine TV-Box.»

Nach unzähligen Gerüchten zu einem möglichen iTV hat Apple diesen Herbst eine neue Apple-TV-Box vorgestellt (Neues von Apple). Die wichtigste Änderung: Neu gibt es einen Shop für Apps, wie man es vom Smartphone längst kennt. Dazu gibt es eine neue Fernbedienung, mit der man mit Gesten wie ein Dirigent das Programm bestimmen und Games spielen kann.

Neue Fernbedienung

Diese neue Fernbedienung wird in der «New York Times» explizit gelobt. Mit Mikrofon und Touchpad bietet sie Möglichkeiten, die es zuvor bei Apple nicht gab.

Ebenfalls gut bewertet werden die eingebauten Bildschirmschoner. Per If-This-Then-That-Dienst liessen sich diese sogar an andere Dienste koppeln (So funktioniert If This Then That). So zeige das Apple TV auf Wunsch automatisch Instagram-Bilder an, die man für gut befunden habe.

Abgesehen von einigen Kritikpunkten (siehe unten), loben die Kritiker das neue App- und Bedienkonzept. Das «Wall Street Journal» nenntdie neue Box gar das «iPhone für die Stube».

Ärgerliche Tastatur

Auch wenn es der Kritiker der «New York Times» seine neue Lieblingsstreamingbox nennt, gibt es Kritik. Besonders ärgerlich sei die Bildschirmtastatur, da sind sich alle Tester einig. Wenn man etwa ein Netflix-Nutzerkonto einrichten wolle, könne man das nur mit der Fernbedienung per Bildschirmtastatur: mühsam Buchstabe für Buchstabe. Dank Siri braucht man die Tastatur in den USA selten. Da Siri aber in der Schweiz zum Start nicht verfügbar sein wird, bleibt Schweizern wohl nichts anders übrig, als zu tippen.

Auch Walt Mossberg kritisiert die umständliche Tastatur. Ebenfalls bemängelt er, dass die neue Box – anders als zahlreiche Konkurrenzangebote – keine zukunftssichere 4K-Auflösung biete. Schliesslich filmt sogar das neuste iPhone mit der hohen Auflösung.

Und dann ist da noch der Preis. David Pogue rechnet vor, dass man für die 150 Dollar, die die neue Box kostet, vier Chromecasts kaufen könnte. Die Rechnung stimmt auch für die Schweiz. Hier kostet die günstigste Version 169 Franken.

zei

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt