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Das Geschäft mit dem Handy-Wirrwarr

Neue Konkurrenz zu Comparis und Dschungelkompass: Heute nimmt das Vergleichsportal iCompare seinen Betrieb auf.

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Fast im Wochentakt fluten die drei Mobilfunkanbieter Swisscom, Sunrise und Orange die Schweiz mit neuen Angeboten. Auf Plakatwänden, in TV-Spots und auf ganzen Zeitungsseiten werben sie für neue Smartphones, Tarifmodelle und Services. Wer hat da noch die Übersicht – zumal mit dem heutigen Verkaufsstart des iPhone 5 das Durcheinander noch grösser wird. Potenzielle Käufer fragen sich vielleicht, ob es sich lohnt, Apples neuen Wurf mit einem relativ teuren Abo zu wählen, oder ob es vielleicht nicht besser wäre, das Smartphone separat zu kaufen und das bestehende Abo weiterzuführen.

Auf Fragen wie diese will der neue Vergleichsdienst iCompare Antwort geben können. Der Service nahm heute Freitag seinen Dienst auf. Gemäss Eigendeklaration handelt es sich um eine komplett unabhängige Dienstleistung, welche in Zusammenarbeit mit den drei führenden Providern in der Schweiz aufgebaut wurde. Wie iCompare-Chef Lukas Brüderlin gegenüber DerBund.ch/Newsnet sagt, bewerten die Telecomunternehmen den neuen Dienst als «korrekt, fair und neutral».

Kostentransparenz mit App

Aber warum braucht es neben Comparis und Dschungelkompass einen dritten Vergleichsdienst? «Durch die hohe Komplexität der Angebote hat die Transparenz massiv gelitten», sagt Brüderlin. Die Macher wollen es dem Kunden noch einfacher machen, als es die Konkurrenz heute tut.

Herzstück des neuen Service ist die App iCompare Mobile. Die Android-Anwendung ermöglicht es dem Nutzer, die Anzahl Anrufe, SMS und die Datennutzung direkt auslesen zu lassen. Durch das Auswerten dieser Daten soll das optimale Angebot ermittelt werden können. Brüderlin betont, dass die App das automatische Auslesen der Nutzungsdaten nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden ausführt und der Datenschutz gewährleistet sei. Apple unterstützt diese Möglichkeit beim iPhone nicht.

Der neue Dienst will sich allerdings nicht auf den Tarifvergleich beschränken. Wie Brüderlin sagt, soll in Zukunft auch die Qualität von Produkten und Dienstleistungen der verschiedenen Provider verglichen werden können. Derzeit arbeite man mit den Providern an einem neutralen Bewertungsverfahren, welches bereits Anfang 2013 im iCompare-Vergleichsdienst verfügbar sein wird. Wie gut der neue Dienst des Basler Unternehmens iC21 wirklich ist, wird sich in den nächsten Wochen im Test zeigen. Auf jeden Fall bringt er Schwung in den Vergleichsdienstmarkt. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 28.09.2012, 13:47 Uhr

Service

DerBund.ch/Newsnet bietet seinen Lesern einen entsprechenden Dienst in Zusammenarbeit mit Dschungelkompass an. Zu finden in den Sektion Vergleichsdienst .

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