Asus treibt zur Bewegung an

Die Vivowatch ist eine Smartwatch mit Stärken bei der Fitnessüberwachung.

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Matthias Schüssler@MrClicko

Viele hatten spekuliert, Apple würde den Markt der smarten Uhren mit seinem Produkt komplett vereinnahmen. Nun zeigt sich, dass neben der Apple Watch genügend Raum für die Konkurrenz bleibt – wenn die sich denn genügend abhebt.

Asus hat mit seiner 159 Franken teuren Smartwatch – das Testgerät hat uns Digitec zur Verfügung gestellt – eine Uhr, deren Stärke bei den Fitnessfunktionen liegt. Sie gibt zwar auch Benachrichtigungen vom Smartphone weiter und informiert über Anrufe, neue Mails oder wichtige Tweets. Doch die Stärke der Vivowatch liegt bei der Schrittzählung – und insbesondere bei der kontinuierlichen Pulsmessung.

Durch langes Drücken des seitlichen Knopfs wird die Uhr in den «Exercise Mode» versetzt. Sie zeigt dann die Dauer der Trainingseinheit und den Puls an. Eine rote Leuchtdiode warnt, wenn man es mit der Intensität des Trainings übertreibt. Die Uhr fordert im Stundentakt zur Bewegung auf. Sie überwacht automatisch den Schlaf – und erkennt automatisch, um welche Uhrzeit man in Morpheus Arme gesunken ist, und rapportiert am Morgen, wie tief man geschlummert hat.

Der etwas fragwürdige Happiness-Index

Die ermittelten Daten werden via Bluetooth an die Smartphone-App HiVivo (verfügbar für Android und das iPhone) gesendet. Die App weist in einer täglichen und wöchentlichen Übersicht die Schrittzahl, den Kalorienverbrauch und die Herzfrequenz über den Tag aus und errechnet daraus den «Happiness-Index» – den allgemeinen «Glückszustand». Nun ist es natürlich vermessen, aus ein paar wenigen Datenpunkten eine umfassende Aussage zum Gemütszustand ableiten zu wollen. Aber wenn man annimmt, dass genügend Bewegung und ausreichend Schlaf einem guttun, dann hat der Happiness-Index seine Berechtigung.

Die Uhr verfügt über ein Schwarzweissdisplay mit relativ niedriger Auflösung (128 × 128 Pixel), das seinerseits den Vorteil hat, nur wenig Strom zu brauchen. Anders als viele Smartwatches, bei denen das Display durch eine Armbewegung aktiviert werden muss, zeigt die Vivowatch die Uhrzeit ständig an. Trotzdem hält die Uhr mit einer Akkuladung mehrere Tage durch. Laut Hersteller sind es bis zu zehn Tage – während meines Tests habe ich den Akku bislang nicht leer bekommen.

Eine unprätentiöse Smartwatch

Die Uhr ist mit einem UV-Sensor ausgestattet, der vor starker Sonneneinstrahlung warnt, sodass man rechtzeitig den Schatten aufsuchen oder zumindest den Sonnenschutz auftragen kann. Die Uhr kann über den Vibrationsalarm auch als geräuschloser Wecker verwendet werden.

Fazit: Die Vivowatch ist eine unprätentiöse Smartwatch, die sich im Test gut geschlagen hat. Das Design ist so elegant, wie es bei einer weniger als 200 Franken teuren Uhr aus Fernost halt sein kann – aber sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Der Schwachpunkt ist die App, die im Test mehrfach abgestürzt ist und auch funktional nur halbwegs überzeugt. Schade auch, dass die Daten der Uhr nicht an die Health-App des iPhone weitergegeben werden können.

DerBund.ch/Newsnet

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