6 Dinge, die am iPhone X nerven

Vor einem Jahr hat Apple das iPhone X vorgestellt. Zeit für ein Fazit.

Schon ein Jahr alt: Das iPhone X.

Schon ein Jahr alt: Das iPhone X. Bild: Reuters

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Man kann es ganz leicht auf den Punkt bringen: Das iPhone X ist das bequemste, zuverlässigste und insgesamt beste Handy, das ich je hatte.

Für Software, Hardware und das Zusammenspiel der zwei gibt es Höchstnoten. Doch das grösste Kompliment, das man dem iPhone X machen kann, ist folgendes: Es ist das Handy, das einen im Alltag am wenigsten stört. Es macht, was es soll, und keine umständliche Bedienung oder komplizierte Menüs stehen einem im Weg.

Dass das iPhone X einen so runden Eindruck hinterlässt, ist umso beeindruckender, weil es das erste seiner Art ist. Aber wo kämen wir hin, wenn alles schon perfekt wäre?

Tatsächlich gibt es im Alltag mit dem iPhone X Kleinigkeiten, die noch verbesserungswürdig sind:

  • Wenn die FaceID mich nicht erkennt und ich den Code eintippen muss. Es kommt zwar selten vor und die Tatsache, dass es in allen restlichen Fällen traumwandlerisch einfach funktioniert, ändert nichts daran, dass dieser eine Fall aus 20 nervt. Richtig nervig war es in den Sommermonaten, da sich FaceID nicht mit meiner Sonnenbrille vertrug.

  • Querformat ist Glücksache. Wenn man das iPhone X (etwa für Spiele oder Filme) quer hält, ist es vorbei mit dem Komfort. FaceID geht nicht mehr und auch die Wischgesten sind nicht mehr so leicht zu nutzen. Mal muss man von unten wischen, mal von links oder rechts. Je nachdem, wie man das Handy hält und was sich die App-Entwickler gedacht haben.

  • Falsch ausgerichtete Fotos. Bei keinem anderen Smartphone zuvor ist mir das so sehr aufgefallen. Der Bewegungssensor in der Kamera-App reagiert viel zu träge. Bei unzähligen Fotos merkte er nicht, dass ich das Handy quer halte. Ich behelfe mir nun damit, dass ich das Handy jeweils etwas theatralisch ins Querformat drehe. Dann klappts meist mit Fotos im Querformat.

  • Verwirrliche Tastenkombinationen. Wie schaltet man das iPhone X noch mal aus? Dass man sich diese Frage überhaupt stellen muss, sagt schon alles. Wenn man nämlich lang auf den Power-Knopf drückt, kommt Siri. Heruntergefahren wird nichts. Dazu muss man den Power-Knopf und einen der beiden Lautstärke-Knöpfe gleichzeitig drücken. Nur welcher? Der obere oder der untere? Tatsächlich kann man entweder den oberen oder den unteren nehmen. Aber Screenshots gibt's nur, wenn man Power und den oberen Lautstärke-Knopf wählt. Oh, und um Apps zu installieren oder Apple Pay zu starten, muss man doppelt auf den Power-Knopf drücken.

  • Apple Pay per FaceID ist langsamer. So toll FaceID insgesamt ist, bei Apple Pay war TouchID, also der Fingerabdrucksensor, bequemer und vor allem schneller. Kommt dazu, dass man an der Kasse nicht jeweils aufs Handy starren musste, sondern mit der Verkäuferin oder dem Kassierer plaudern konnte. Ich zahle inzwischen häufiger mit der Apple-Uhr, da man dort nur zweimal auf den Knopf drücken muss.

  • Der Preis ist hoch. Das iPhone X wäre das perfekte Allrounder-Handy, wenn es nur nicht so teuer wäre. Kommt dazu, dass ich vom schönen Design nicht viel habe, da ich es, aus Angst, es fallen zu lassen, ständig in einer Hülle trage.

Am Mittwoch stellt Apple voraussichtlich nicht nur den Nachfolger des iPhone X, sondern auch eine grössere und eine günstigere Variante davon vor. Mindestens der letzte Punkt dürfte dann ein bisschen entkräftet werden. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.09.2018, 10:15 Uhr

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