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«Wir werden die Identität eines jeden Webusers kennen»

Seit 2009 Tausende gegen das Regime demonstrierten, blockiert Teheran regelmässig den Zugang zu Facebook und Co. Jetzt soll jeder, der im Internet surft, registriert werden.

Werden in Zukunft registriert: Frauen in einem Teheraner Internetcafé. (Archivbild)
Werden in Zukunft registriert: Frauen in einem Teheraner Internetcafé. (Archivbild)
AP Photo

Der Iran will nicht nur unliebsame Internet-Inhalte filtern, sondern sämtliche Web-Nutzer identifizieren, sobald sie sich einloggen. «Wer künftig das Internet nutzen will, wird identifiziert», sagte Telekommunikationsminister Mahmud Waesi.

«Wir werden die Identität eines jeden Webusers kennen», zitierte ihn die Nachrichtenagentur Isna. Waesi hatte schon vor einigen Wochen ein Kontrollsystem angekündigt, das es den Behörden ermöglichen soll, bestimmte Inhalte aus den Sozialnetzwerken zu filtern.

Seit den Massendemonstrationen gegen die umstrittene Wiederwahl des damaligen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad im Jahr 2009 blockiert Teheran regelmässig den Zugang zu Plattformen wie Twitter und Facebook. Darüber waren die Proteste vor fünf Jahren mobilisiert worden.

Nach der Wahl des moderaten Präsidenten Hassan Rohani im Juni 2013 gab es die Hoffnung auf eine Lockerung der Internetzensur. Allerdings sind zahlreiche Kommunikationsangebote wie Viber, Tango und Whatsapp von der Schliessung bedroht. Mehrere Blogger wurden von der Cyber-Polizei festgenommen.

SDA/ajk

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