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Online-Aktivisten trotzen NSA-Spitzelei

Die NSA späht gezielt Internetnutzer aus, die mit Schutzsoftware anonym surfen. Nun rufen Aktivisten erst recht dazu auf, diese zu verwenden.

Wer einen Tor-Server betreibt oder das Netzwerk nutzt, ist verdächtig. Die NSA speichert die Adressen von Surfern, die anonym bleiben wollen.
Wer einen Tor-Server betreibt oder das Netzwerk nutzt, ist verdächtig. Die NSA speichert die Adressen von Surfern, die anonym bleiben wollen.
Julian Stratenschulte, Keystone
An Cryptopartys zeigen Experten Laien, wie sie on- und offline ihre Daten per Verschlüsselung und andere Massnahmen schützen können: Ein Anlass in Oakland, USA.
An Cryptopartys zeigen Experten Laien, wie sie on- und offline ihre Daten per Verschlüsselung und andere Massnahmen schützen können: Ein Anlass in Oakland, USA.
LM Otero
Angesichts der Snowden-Enthüllungen protestierten vergangenes Jahr Demonstranten in Washington gegen staatliche Überwachung.
Angesichts der Snowden-Enthüllungen protestierten vergangenes Jahr Demonstranten in Washington gegen staatliche Überwachung.
Jose Luis Magana, Keystone
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Aus der Schweiz sind rund 15’000 Menschen via Anonymisierungssoftware im Internet. Sie landen gemäss neuen Erkenntnissen auf Listen der NSA. Grund dafür ist schlicht, dass sie online ihre Privatsphäre schützen wollen: Wie NDR und WDR melden, richten die US-Geheimdienste eine besondere Aufmerksamkeit auf diese Nutzer. Die NSA unternehme gezielte Anstrengungen, um Surfer zu überwachen, die verschlüsseln und anonymisieren. In einem veröffentlichten, angeblichen Stück Quellcode des US-Programms werden diese überwachten Personen pauschal als «Extremisten» bezeichnet. Im Visier steht das Tor-Projekt, das via kostenloser Software und Servern, die von Freiwilligen betrieben werden, Internetnutzern das Surfen ohne Verfolgung ermöglichen will.

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