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«Hey DOJ, wir werden in die USA gehen»

Megaupload-Gründer Schmitz ist unter gewissen Bedingungen zur Ausreise in die USA bereit. Er selber glaubt aber nicht, dass die US-Justiz sein Angebot annehmen wird.

Auf Torrentfreak.com behauptet Dotcom, der amerikanische Vizepräsident Joe Biden, ein Freund von Chris Dodd, habe die Megaupload-Sperre angeordnet.
Auf Torrentfreak.com behauptet Dotcom, der amerikanische Vizepräsident Joe Biden, ein Freund von Chris Dodd, habe die Megaupload-Sperre angeordnet.
Reuters
Pikant: Der ehemalige Senator Dodd (Bild) ist Geschäftsführer der Motion Picture Association of America (MPAA).
Pikant: Der ehemalige Senator Dodd (Bild) ist Geschäftsführer der Motion Picture Association of America (MPAA).
Keystone
Er wurde zu 20 Monaten Gefängnis auf Bewährung und zu einer Geldstrafe von 100'000 Euro verurteilt.
Er wurde zu 20 Monaten Gefängnis auf Bewährung und zu einer Geldstrafe von 100'000 Euro verurteilt.
Keystone
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Der Gründer des Internet-Speicherdienstes Megaupload, Kim Schmitz, hat sich gegen eine Freigabe seines Vermögens zu einer Ausreise in die USA bereit erklärt. Die US-Behörden könnten sich ein langwieriges Auslieferungsverfahren ersparen, indem sie sein eingefrorenes Guthaben freigeben, damit er seine Anwalts- und Lebenshaltungskosten bezahlen könne, bot der in Neuseeland lebende Schmitz am Mittwoch über den Kurznachrichtendienst Twitter an.

«Hey DOJ (Department of Justice, Justizministerium), wir werden in die USA gehen», schrieb Schmitz alias Kim Dotcom. «Auslieferung nicht nötig. Wir wollen Kaution, Freigabe des eingefrorenen Geldes für Anwälte und Lebenshaltungskosten.» Das Vermögen des 38-Jährigen war nach seiner Festnahme eingefroren worden.

«Sie werden nie zustimmen»

Schmitz beklagte in der Zeitung «New Zealand Herald» die «Millionen Dollar» Schulden, die er inzwischen für Anwaltskosten angehäuft habe. Er warf der Justiz vor, ihn finanziell austrocknen zu wollen, damit er kein Geld für eine effektive Verteidigung habe. Dass die USA sein Angebot annehmen würden, glaube er nicht, sagte er der Zeitung. «Sie werden nie zustimmen, weil sie den Fall nicht gewinnen können, und das wissen sie bereits.»

Der gebürtige Deutsche war bei einer Razzia im Januar in Neuseeland festgenommen und einen Monat später gegen Kaution auf freien Fuss gesetzt worden. Sein 2005 gegründetes Internetportal Megaupload wurde geschlossen. Eine Anhörung zum Auslieferungsantrag der USA sollte ursprünglich am 6. August stattfinden, wurde nun aber auf März verschoben.

Was die USA Schmitz vorwerfen

Megaupload bot seinen Nutzern an, Daten im Internet zu speichern und dort auch anderen zur Verfügung zu stellen. Dies ist nicht illegal, doch die Plattform wurde auch dazu genutzt, Raubkopien etwa von Musik, Filmen und Software zu verbreiten. Die US-Behörden werfen Schmitz Verletzung des Urheberschutzes sowie Betrug vor und fordern seine Auslieferung. Sollte Schmitz vor ein US-Gericht gestellt werden, droht ihm die Maximalstrafe von 20 Jahren Haft.

AFP/rek

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