Goldene Zukunft für Facebook-Spammer

Die neuartige Kommunikationszentrale des sozialen Netzwerks macht die Nutzer laut dem Computer-Sicherheitsspezialisten Sophos angreifbarer.

Stellt seinen Dienst zum Versenden interner Nachrichten schrittweise um: Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

Stellt seinen Dienst zum Versenden interner Nachrichten schrittweise um: Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

(Bild: Reuters)

Der Computer-Sicherheitsspezialist Sophos hat vor Risiken des neuen Facebook-Nachrichtensystems gewarnt. Die neuartige Kommunikationszentrale des sozialen Netzwerks mache die Nutzer angreifbarer, erklärte Sophos-Experte Graham Cluley am Donnerstag.

Facebook stellt seinen Dienst zum Versenden interner Nachrichten derzeit schrittweise um. Die Nutzer sollen dann mit einem zentralen Dienst klassische E-Mails, interne Facebook-Nachrichten, Chats in Echtzeit und den Versand von SMS kombinieren können. Die Kommunikation soll dadurch schneller als mit E-Mails, die einzelnen Dienste zu einem grossen Ganzen verschmolzen werden.

Die Verlockung wird grösser

«Die Nutzer müssen begreifen, dass diese neuen Dienste die Angriffsfläche auf die Facebook-Plattform vergrössern und es für Cyberkriminelle umso verlockender machen, in die persönliche Nutzerkonten einzubrechen», sagte Sophos-Experte Cluley.

Die Facebook-Konten würden nun mit viel mehr Menschen verbunden sein – was neue Möglichkeiten für Betrüger biete, Angriffe zu starten. Sophos warnte, Spam-Nachrichten würden immer häufiger über gekaperte Facebook-Konten verschickt statt über E-Mail. Dabei habe sich gezeigt, dass die Nutzer diese Nachrichten in dem sozialen Netzwerk sehr viel häufiger öffneten, da sie diese für vertrauenswürdige Post von Freunden hielten.

rek/afp

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