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Gezerre um gelöschte Google-Links

Google beugt sich den Protesten britische Medien – nicht aber bei einem besonders brisanten Fall.

Hüst und Hott beim Links löschen: Google
Hüst und Hott beim Links löschen: Google
Jens Meyer, Keystone

Nachdem Google Links auf seiner Liste der Suchergebnisse zunächst gelöscht hatte, stellte der US-Konzern die Links wieder her. Dies nach Protesten von mehreren Medien, unter anderem der «BBC» und des «Guardian».

Das zeigt Googles Probleme, das vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) gestärkte «Recht auf Vergessen» umzusetzen. Aktuell geht es um Berichte der Zeitung über einen Schiedsrichter, der im Zusammenhang mit einer Entscheidung in einem Fussballspiel gelogen hatte. Wer den Antrag auf Löschung stellte, bleibt unklar.

Andererseits stellt Google Verweise zu einem Bericht des britischen Senders BBC über die Entlassung des früheren Merrill-Lynch-Chefs E. Stanley O'Neal nicht wieder her. O'Neal hatte nach Milliarden-Verlusten der Bank seinen Hut nehmen müssen. Der BBC-Journalist Robert Peston schreibt dazu: «Es ist hochrelevant, dass wichtige Wirtschaftsführer in der öffentlichen Beobachtung stehen. Ganz speziell solche, die in der Wirtschaftskrise eine wichtige Rolle gespielt hatten.»

Der EuGH hatte im Mai entschieden, dass der Konzern unter bestimmten Umständen Verweise auf Internetseiten mit sensiblen persönlichen Daten aus der Liste der Suchergebnisse löschen muss. Kurz nach dem Urteil hatte Google bereits rund 70'000 Anträge auf Löschung erhalten und arbeitet sie inzwischen ab. Google kontrolliert rund 90 Prozent der Online-Suche in Europa.

(sda/sw)

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