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Gekündigt wird nun online per Blog

Brutale Arbeitswelt: In den USA wird den Mitarbeitern mittlerweile per Blogeintrag gekündigt.

Tesla Motors stellt Elektroautos her. Die Geschäfte laufen schlecht. Im Oktober gab Firmenchef Elon Musk bekannt, dass dem Start-up-Unternehmen nur noch Barmittel in Höhe von 9 Millionen Dollar zur Verfügung stehen. Nicht zuletzt als Folge der Krise auf den weltweiten Finanzmärkten scheiterte jüngst eine Investment-Runde, die Tesla Motors 100 Millionen Dollar frisches Geld gebracht hätte.

Mit Blogs Medienberichten vorbeugen

Nun musste Tesla Motors erste Kündigungen aussprechen. Das ist an sich wenig überraschend. Für Erstaunen sorgt indes die Art und Weise, wie die traurige Nachricht verkündet wurde: Die Angestellten erfuhren davon im firmeneigenen Blog. Er habe keine andere Wahl gehabt, als die Nachricht zu bloggen, verteidigt sich Firmenchef Musk. Er «hätte etwas sagen müssen, um spekulativen Medienberichten vorzubeugen», so Musk gegenüber der «New York Times».

Ex-Pepsi-Manager verteidigt Musk

Beobachter in den USA sind der Ansicht, dass dieses stillose Vorgehen sich bald auf alle Unternehmen in allen Branchen ausweitet. In der «New York Times» wird Rusty Rueff, ehemaliger Personalchef von Pepsi mit den Worten zitiert: «Heute findet sich alles, was innerhalb eines Unternehmens gesagt wird, in irgend einem Blog wieder.» Den Unternehmen bleibe die Wahl, entweder proaktiv vorzugehen oder jemand anderem die Story zu überlassen.

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