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«Die Sexsache ist doch nur ein vorgeschobener Tatvorwurf»

Der Anwalt von Wikileaks-Chef Julian Assange glaubt an eine Verschwörung gegen seinen Klienten.

«Er hält sich wacker, scheint so gut drauf zu sein, wie es unter den Umständen eben möglich ist»: Anwalt Mark Stephens über seinen Klienten Julian Assange.
«Er hält sich wacker, scheint so gut drauf zu sein, wie es unter den Umständen eben möglich ist»: Anwalt Mark Stephens über seinen Klienten Julian Assange.
Keystone

Der Anwalt von Wikileaks-Chef Julian Assange glaubt an eine Verschwörung gegen seinen Klienten. In der «Bild am Sonntag» sagte Mark Stephens: «Die Sexsache ist doch nur ein vorgeschobener Tatvorwurf wegen eines Delikts, das die Inhaftierung des Verdächtigen ermöglicht, während die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem eigentlichen, schwereren Verbrechen andauern.»

Als Drahtzieher vermutet Stephens die USA. «In Washington wird eine Grand Jury vorbereitet, um vielleicht nicht wegen Spionage, aber wegen einer Reihe von Anklagepunkten in Verbindung mit Wikileaks gegen Julian vorzugehen.»

Sein Mandant habe in dem Gefängnis im Südwesten Londons inzwischen eine Einzelzelle bezogen, sagte der Anwalt. «Er hält sich wacker, scheint so gut drauf zu sein, wie es unter den Umständen eben möglich ist.»

Der Gründer der Internet-Enthüllungsplattform war am vergangenen Dienstag in Gewahrsam genommen worden, nachdem er sich in London der Polizei gestellt hatte. Assange war mit europäischem Haftbefehl gesucht worden. Für die kommende Woche ist voraussichtlich eine Anhörung anberaumt.

dapd/rek

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