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Der bizarre Trip der Sophie Schmidt

«Einige scrollten oder klickten, aber der Rest starrte nur vor sich hin»: Die Tochter von Google-VR-Präsident Eric Schmidt schildert die Ereignisse ihrer Nordkorea-Reise.

«Nie weit weg von unseren zwei Aufpassern»: Sophie Schmidt (hier in einer Aufnahme aus dem Jahr 2009).
«Nie weit weg von unseren zwei Aufpassern»: Sophie Schmidt (hier in einer Aufnahme aus dem Jahr 2009).
AFP

Nach dem umstrittenen Besuch von Google-Chef Eric Schmidt im abgeschotteten Nordkorea hat dessen Tochter Sophie den Besuch in dem «sehr bizarren» Land in einem Internetblog geschildert. «Unser Besuch war eine Mischung aus gut organisierten Treffen, perfekt inszenierten Besichtigungen und wirklich menschlich wirkenden Momenten», schrieb die 19-Jährige am Wochenende in einem Blog mit dem Titel «Es kann nicht seltsamer werden». Sophie Schmidt hatte ihren Vater bei dem dreitägigen Besuch in dem Land Anfang Januar begleitet.

Die stummen Studenten

«Wir hatten keinen Kontakt mit Nordkoreanern, die nicht ordnungsgemäss vom Staat abgesegnet wurden, und wir waren nie weit weg von unseren zwei Aufpassern», schrieb die 19-Jährige. Über die Besichtigung einer Online-Bibliothek in der Kim-Il-sung-Universität berichtete sie, zwar hätten etwa 90 Studenten vor den Computern gesessen, niemand habe aber wirklich etwas getan.

«Einige scrollten oder klickten, aber der Rest starrte nur vor sich hin», schrieb Sophie Schmidt. Kein einziger habe aufgeblickt, als die Besuchergruppe den Raum betreten habe. «Sie hätten auch Figuren sein können.»

Das Internet ist nur für die Elite

Als eines der isoliertesten und zensiertesten Länder der Welt verfügt Nordkorea lediglich über eine Art Inlands-Intranet mit einer sehr geringen Zahl an Nutzern. Experten zufolge kann nur die Elite des Landes auf das Internet zugreifen, was auf wenige Hundert und maximal tausend Menschen zutrifft.

Eric Schmidt hatte nach eigenen Angaben bei seinem Besuch in dem Land erklärt, dieses werde sich nicht entwickeln, sollte es nicht für die Internetfreiheit eintreten. Die US-Regierung hatte den Besuch Schmidts kritisiert, über den bislang nicht viel bekannt wurde.

AFP/rek

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