Besser googeln

Präzisere Resultate erhalten und diese maximal effizient sichten? Wir zeigen Tipps für Google und andere Suchmaschinen.

Mit dem richtigen Trick bringt man Suchmaschinen dazu, noch ein bisschen genauer hinzusehen.
Matthias Schüssler@MrClicko

So viel Zeit wie unsereins mit der Informationssuche im Netz verbringt, lohnt es sich, die Recherche so zeitsparend und effizient zu gestalten wie möglich. Dazu führt das Video zwei Dinge vor:

Erstens, wie Sie die Suchanfragen so gestalten, dass die Resultateliste möglichst frei von unbrauchbaren Treffern ist. Und zweitens gibt es Tipps, wie Sie die Resultateliste schnell und ohne Umstände sichten, um die nützlichen von den unnützen Links zu unterscheiden.

Eine kurze Zusammenfassung der Tipps aus dem Video.

Bei der Prüfung und Bewertung der Suchresultate hat die alternative Suchmaschine Duck Duck Go (duckduckgo.com) mehr zu bieten als der Branchenprimus Google: Diese Suchmaschine gestattet es, die Resultateliste per Tastatur zu durchstöbern. Mit der Pfeil-Nach-unten-Taste gelangen Sie zum nächsten Resultat, das Sie mit der «Enter»-Taste öffnen. Der eigentliche Clou ist nun, dass Sie bei gedrückter «Ctrl»-Taste und «Enter» Resultate in einem neuen Reiter im Hintergrund öffnen.

Laden und aussortieren

Auf diese Weise können Sie Resultate sehr effizient prüfen: Sie sehen sich erst die Liste der Treffer durch und öffnen im Hintergrund alle vielversprechenden Sites. Noch während Sie diese Prüfung vornehmen, werden die bereits geladen – und nachdem Sie die Selektion vorgenommen haben, blättern Sie die Reiter durch, um die Informationen im Einzelnen zu prüfen.

Übrigens: Bei Google können Sie Resultate als Reiter im Hintergrund öffnen, indem Sie Einträge in der Liste bei gedrückter «Ctrl»-Taste anklicken. Das Auswählen per Maus geht nicht ganz so rasant vonstatten wie per Tastatur. Aber das Öffnen im Hintergrund ist trotzdem ganz hilfreich bei Suchen, bei denen man nicht durch das erstbeste Resultat zufriedengestellt wird.

Sehen, was einen erwartet

Bei neueren Apple-Geräten (iPhones und Macs) bietet 3-D-Touch eine gute Möglichkeit, Suchresultate zu inspizieren: Drückt man etwas kräftiger auf einen Link und behält den Finger an Ort und Stelle, öffnet der Safari-Browser ein Vorschaufenster. Das vermittelt einen viel besseren Eindruck davon, was einen erwartet, als der kurze Textauszug, den Google zu jedem Resultat zeigt. Lässt man den Finger los, verschwindet die Vorschau, sodass man sich dem nächsten Resultat zuwenden kann.

Wenn die Vorschau vermuten lässt, dass man es mit einer interessanten Quelle zu tun hat, öffnet man den Link als neuen Reiter. Oder man fügt ihn der Leseliste hinzu, um anschliessend alle gesammelten Webseiten in Ruhe zu studieren.

So bleibt die Trefferliste immer im Blick, während man die Vorschläge studiert.

Bei Firefox ist die (kürzlich schon einmal erwähnte) Erweiterung Side View eine sehr nützliche Hilfe beim Durchsehen der Trefferliste: Sie verschiebt diese Liste an den Rand des Browserfensters. Dort bleibt sie geöffnet, während man die Vorschläge der Suchmaschinen in Augenschein nimmt.

So sucht Google noch genauer

Um die Suchliste möglichst frei von unbrauchbaren Treffern zu halten, muss die Suchabfrage möglichst präzis abgefasst sein. Dabei helfen die Suchparameter, die es nicht nur für Google, sondern auch für Bing, Duck Duck Go, Startpage und Qwant.com gibt. Das Video zeigt konkrete Beispiele: Mit dem Minus schliessen Sie Begriffe aus, die für Ihre Belange nicht relevant sind.

Manche Suchanfragen versteht Google nicht auf Anhieb.

Mit geraden Anführungszeichen werden die Suchmaschinen angewiesen, die Begriffspaare, Satzteile oder Sätze als Ganzes zu suchen. Die Anführungszeichen bewirken auch, dass ein Begriff in den Resultaten zwingend vorkommen muss. Das ist ohne Anführungszeichen nicht der Fall: Da lässt Google durchaus einmal ein Wort weg, das für irrelevant gehalten wird. Und wie dieser Beitrag hier zeigt, zwingen die Anführungszeichen die Suchmaschine unter Umständen auch dazu, genauer zu suchen, als sie es sonst getan hätte.

Der Parameter «site» (zum Beispiel cassis site:admin.ch) bringt die Suchmaschinen dazu, die Suche auf eine einzelne Website zu beschränken. Wer diese Einschränkung häufig benutzt, kann sich ein Kürzel dafür einrichten. Über einen einfach zu merkenden und schnell zu tippenden Kurzbefehl wird der Suchbegriff in die Suchabfrage eingefügt. Beim iPhone, iPad und Mac bietet sich für diesen Zweck die Textersetzung an. Bei Windows hilft die Textbausteinverwaltung Phrase Express weiter (siehe Mehr Zeit und keine Tippfehler). Bei Android hinterlegen Sie solche Korrekturen im Wörterbuch. Oder Sie setzen eine App wie Autotext Phrase Express ein.

Nur die Lieblings-Websites durchsuchen

Das lässt sich auch auf die Spitze treiben – mit einem Kurzbefehl, der die Suchmaschinen dazu bringt, die Lieblings-Websites nach dem Suchbegriff abzufragen: Man kombiniert mehrere Site-Parameter über den OR-Operator. Wie es genau geht, wird im Video im Detail vorgeführt.

Google sucht – aber nur auf den Websites, die auch interessieren.

Und natürlich darf man mehrere solcher Kombi-Suchen einrichten. Eine weitere praktische Möglichkeit wird im Beitrag App-Recherche de luxe kurz erwähnt: Mit der passenden Abfrage werden die App Stores von Apple, Google und Microsoft in einem Rutsch nach einer bestimmten App durchsucht:

"Candy Crush Saga" site:itunes.apple.com OR site:play.google.com OR site:microsoft.com/de-ch/store

DerBund.ch/Newsnet

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