Zum Hauptinhalt springen

Aus Provider werden Polizisten

US-Mobilfunkbetreiber müssen millionenfach Daten, SMS-Nachrichten und Aufenthaltsorte von Handy-Besitzern an Ermittler herausrücken.

«Unangemessen»: Behörden fragen auch nach dem Aufenthaltsort ihrer Nutzer.
«Unangemessen»: Behörden fragen auch nach dem Aufenthaltsort ihrer Nutzer.
Keystone

2011 seien die Firmen total rund 1,3 Millionen Mal entsprechenden Anforderungen nachgekommen, berichtete die «New York Times» am Montag. Diese bislang unbekannte Gesamtzahl gehe aus einer Antwort von Unternehmen wie AT&T, Sprint oder T-Online USA auf eine Anfrage des Kongresses in Washington hervor.

Die Datenherausgabe habe in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Nicht aufgeschlüsselt wurde, welche Behörden nach den Informationen gefragt haben.

Als «unangemessen» zurückgewiesen

Viele Aufforderungen zur Übermittlung von Namen, Nummern und anderer Privatdaten müssten ohne gerichtliche Verfügung befolgt werden, da die Behörden sie als Notfall deklarieren. Es seien auch Anfragen darunter, die von den Telekomanbietern als «unangemessen» zurückgewiesen werden, schrieb die Zeitung weiter.

Sorgen bereite den Anbietern vor allem, dass viele Handys heute mit GPS-Empfängern ausgestattet sind, die den genauen Aufenthaltsort ihrer Nutzer ermitteln. Auch nach diesen Daten würden die Behörden oft fragen.

SDA/rek

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch