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Amazon verärgert Plattenlabels

Der Online-Händler hat am Dienstag einen Cloud-Dienst für Musik angekündigt. Musikkonzerne kritisieren nun, dass nicht über neue Lizenzen verhandelt worden sei.

Sein neuer Cloud-Dienst ärgert Musikkonzerne: Amazon-Chef Jeff Bezos.
Sein neuer Cloud-Dienst ärgert Musikkonzerne: Amazon-Chef Jeff Bezos.
Reuters

Vertreter von Musikkonzernen kritisierten in diversen US-Medienberichten, dass der Online-Einzelhändler für den Service nicht über neue Lizenzen verhandelt habe. Amazon konterte, bei der Kombination aus «Cloud Player» und «Cloud Drive» handele es sich letztlich nur um eine Art externe Festplatte, auch wenn sie virtuell ist und sich im Netz befindet. Daher seien aus Sicht des Konzerns keine neuen Lizenzverhandlungen notwendig.

Musik auf jedem beliebigen PC abspielen

Mit Amazons neuem Dienst können Nutzer ihre Musik auf Server des Konzerns hochladen - und von dort aus über den «Cloud Player» auf jedem beliebigen Computer abspielen. Aber auch Alben, die man im MP3- Shop des Online-Händlers kauft, werden automatisch auch auf der virtuellen Festplatte (»Cloud Drive») bei Amazon gespeichert.

Unter anderem in der «New York Times» zweifelten Manager mehrerer Plattenfirmen an, ob dieses Nutzungsszenario von den aktuellen Amazon-Lizenzen auf ihre Songs abgedeckt ist. Allerdings wollten sie sich nicht offiziell äussern, weil die Verträge vertraulich seien.

Auch Google und Apple arbeiten dem Vernehmen nach an Cloud- Musikdiensten - stecken aber in schwierigen Rechte-Verhandlungen mit den Musikfirmen fest.

SDA

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