Kein Puff mehr in der WG

Putzplan, Budgetübersicht, Einkaufsliste: Der 25-jährige ETH-Student Malik El Bay hat mit Kollegen eine App für Wohngemeinschaften entwickelt.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Was war die Inspiration zu Flatastic?
Die Idee ist mit Kumpels auf der Dachterrasse meiner WG in Berlin geboren. Ein Kollege meinte, es müsste doch ein Tool geben, das einem hilft, die WG zu organisieren. Zwei Monate später, im Nachtzug von Berlin nach Zürich, habe ich dann länger über dieses Tool nachgedacht und den Entschluss gefasst, es in Angriff zu nehmen. Glücklicherweise lernte ich durch einen Zufall Clemens und Moritz kennen, die an einem ähnlichen Projekt schon dran waren. Kurzerhand entschlossen wir uns, gemeinsam weiterzumachen, und nur ein paar Monate später stand der erste webbasierte Prototyp.

Eure App ist gratis. Wie finanziert ihr euch?
Wir haben alle Nebenjobs. Clemens und Moritz betreuen einen Onlineshop. Ich arbeite als Hilfsassi an der ETH. Längerfristig sehen wir einige Möglichkeiten, mit Flatastic Geld zu verdienen. Zum Beispiel ein WG-Kalender von einem Supermarkt, der jede Woche passende Aktionen anzeigt. Auch denkbar wäre es, Zimmer per App unterzuvermieten oder die Kommunikation mit dem Vermieter – etwa für Reparaturmeldungen– zu integrieren.

Die Daten der Nutzer werden nicht verkauft?
Nein. Die Daten der User sind und bleiben privat. Die meisten Businessmodelle, die wir uns momentan überlegen, bieten dem Nutzer weitere Funktionen.

Für gewöhnlich erscheinen neue Apps erst für Apples iOS. Eure erschien zuerst für Googles Android. Warum?
Flatastic ist ein Gruppentool. Sobald eine Person nicht mitmachen kann, funktioniert das Tool nicht. Deshalb haben wir uns früh dafür entschieden, es für mehrere Plattformen zu entwickeln. Deshalb gibt es auch eine Webversion für Mitbewohner ohne Smartphone.

Aber weshalb Android zuerst?
Google Play hat keine Richtlinie, was das Veröffentlichen von Apps angeht. Deshalb konnten wir die Android-App zwei Wochen vorher in den Store laden. Für die Apple-Version mussten wir noch einige Kleinigkeiten anpassen und hatten auch Schwierigkeiten mit dem iPhone 5S, da dieses neu mit einem 64-bit-Prozessor unterwegs ist.

Nun, da die App erhältlich ist, was für Weiterentwicklungen sind angedacht?
Einerseits wollen wir in den nächsten Wochen in Deutschland und in Österreich die App veröffentlichen, andererseits ist Business Development angesagt. Das Preisgeld (30'000 Franken von einem Start-up-Wettbewerb. Anm. d. R.) haben wir für die Produktentwicklung und für das Design und das Video verwendet. Um weiter seriös an Flatastic arbeiten zu können, müssen wir unbedingt eine Einnahmequelle finden. Zudem setzen wir gerade ein sehr spannendes Promo-Projekt fürs Herbstsemester auf. Dazu darf ich aber noch nichts verraten. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.04.2014, 09:15 Uhr

Malik El Bay (oben rechts) und das Team von Flatastic. (Bild: PD)

Die App

Flatastic gibt es gratis für Android und iOS. Die Internet-Version findet man unter: www.flatastic-app.com

Artikel zum Thema

Der Einkaufszettel, der nie verloren geht

Die Zürcher Entwickler Marco Cerqui und Sandro Strebel haben die Bring!-App entwickelt. Sie macht das Einkaufen leichter. Mehr...

Jeder Schritt zählt

Die iPhone- und iPad-App Moves verrät mehr über körperliche Aktivitäten und soll den Nutzer animieren, grössere Strecken zu Fuss und per Velo zurückzulegen. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Werbung

Auswärts essen? Die Gastrokolumne.

Per Mausklick zur Gastrokritik: Wo es der Redaktion am besten mundet, kommen vielleicht auch Sie auf den Geschmack.

Blogs

Sweet Home Machen Sie ruhig Fehler

Mamablog Die 10 wichtigsten Tipps für werdende Mütter

Die Welt in Bildern

Mit geschwellter Brust: Ein Mann aus Indien zeigt bei einem Wettbewerb für die beeindruckendste Gesichtsbehaarung stolz seinen Schnurrbart. Der Wettbewerb fand am Rande des jährlichen Kamel Festivals in der nordindischen Wüstenstadt Pushkar statt. (20. November 2018)
(Bild: Himanshu SHARMA ) Mehr...