Eine Ladung Apps für die Google-Brille

Mit der neuen Computer-Brille von Google können Nutzer Fotos aufnehmen und direkt bei Facebook oder Twitter hochladen. Auch mehrere grosse US-Medien haben Apps für Google Glass entwickelt.

Testen die neue Brille: Teilnehmer der Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco. (17. Mai 2013)

Testen die neue Brille: Teilnehmer der Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco. (17. Mai 2013)

(Bild: AFP)

Google verbindet seine Computer-Brille Glass mit anderen Online-Diensten. Gestern wurden Apps unter anderem für das weltgrösste Online-Netzwerk Facebook und den Kurzmitteilungsdienst Twitter vorgestellt. Damit kann man unter anderem mit der Datenbrille aufgenommene Fotos direkt mit seinen Facebook-Freunden teilen oder bei Twitter reinstellen.

Google Glass hat einen kleinen Bildschirm vor dem rechten Auge, über den Informationen angezeigt werden können. Google will damit die Internet-Nutzung unterwegs revolutionieren.

Einkaufslisten auf der Google-Brille

So kann man damit mit Sprachbefehlen ein Foto oder Video aufnehmen, sich Navigationsanweisungen einblenden lassen oder eine Google-Suche durchführen. Bei den neuen Apps von Facebook und Twitter bekommt ein Nutzer zum Beispiel zum Beispiel auch Benachrichtigungen von ausgewählten Freunden angezeigt.

Auch mehrere grosse US-Medien – die «New York Times», der Nachrichtensender CNN und das Magazin «Elle» – haben eigene Apps für Google Glass entwickelt. Bei CNN etwa bekommt man Schlagzeilen zu ausgewählten Themenbereichen und kleine Videos oder kurze Bildergalerien angezeigt. Der Online-Speicherdienst Evernote bringt auf Glass eine App, mit der man sich zum Beispiel Einkaufslisten anzeigen lassen kann.

Die Apps wurden bei der Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco vorgestellt. Die Google-Brille ist zunächst für Software-Entwickler und erste Test-Nutzer in den USA verfügbar. Bis sie auf den Markt kommt, dürfte nach früheren Angaben noch etwa ein Jahr vergehen.

Datenverkehr läuft über Google-Server

Bis dahin will Google auch ein Paket von Werkzeugen für App-Entwickler veröffentlichen - ähnlich wie es sie etwa für die Entwicklung von iPhone- oder Android-Anwendungen gibt. Darin sollen auch zusätzliche Funktionen eingeführt werden. Unter anderem wird man in Zukunft Live-Video übertragen können, kündigte Googles Glass-Experte Timothy Jordan an.

Zunächst liess Google nur eine eingeschränkte Palette an Funktionen zu. Dabei geht es hauptsächlich um Bilder, Navigation und Kommunikation per E-Mail oder Kurzmitteilungen. Über Google-Hangouts kann man sich aber auch live mit anderen Mitgliedern des Online-Netzwerks Google unterhalten.

«Wir machen Optimierung»

Der gesamte Datenverkehr – auch wenn es um andere Dienste wie Facebook oder Twitter geht - läuft nicht direkt, sondern über Google-Server. Das liegt daran, dass die Inhalte für die Brille zum Teil aufbereitet werden müssen.

So hat der kleine Glass-Bildschirmine Auflösung von 640 mal 360 Pixeln, während die meisten Inhalte heute auf Displays mit viel mehr Bildpunkten ausgelegt sind. «Wir machen eine Menge an Optimierung», sagte Jordan.

kle/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt