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383 Millionen Dollar für den neuen Apple-Chef

Der iPhone-Hersteller hat Tim Cook den Einstand mit einem millionenschweren Aktienpaket versüsst.

Wächter eines Imperiums: Tim Cook an einem Apple Event in San Franciso.
Wächter eines Imperiums: Tim Cook an einem Apple Event in San Franciso.
Eric Risberg, Keystone
Tim Cook arbeitet seit 1998 bei Apple, seit 24. August 2011 ist er CEO.
Tim Cook arbeitet seit 1998 bei Apple, seit 24. August 2011 ist er CEO.
Reuters
Cooks Management-Stil illustrierte «Fortune» mit folgender Anekdote aus den 90er-Jahren. Apple-Manager um Cook beraten über ein Problem in Asien. «Das ist schlimm», sagt er. «Jemand sollte sich direkt in China darum kümmern.» Eine halbe Stunde später blickt er einem der Anwesenden ins Gesicht und fragt: «Warum sind Sie eigentlich noch hier?»
Cooks Management-Stil illustrierte «Fortune» mit folgender Anekdote aus den 90er-Jahren. Apple-Manager um Cook beraten über ein Problem in Asien. «Das ist schlimm», sagt er. «Jemand sollte sich direkt in China darum kümmern.» Eine halbe Stunde später blickt er einem der Anwesenden ins Gesicht und fragt: «Warum sind Sie eigentlich noch hier?»
Keystone
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Die eine Million Belegschaftsaktien haben zum aktuellen Kurs einen Wert von 383 Millionen Dollar. Der Wert des Aktienpakets dürfte allerdings noch steigen: Analysten gehen davon aus, dass der Kurs pro Aktie innerhalb des nächsten Jahres auf mindestens 500 Dollar steigt. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 383,58 Dollar.

Der genaue Wert des Aktienpakets wird erst in einigen Jahren bekannt, da Cook auf die eine Hälfte der Belegschaftsaktien erst in fünf, auf die andere in zehn Jahren Zugriff hat.

Rückzug aus gesundheitlichen Gründen

Der langjährige Stellvertreter übernahm diese Woche die Unternehmensleitung von Apple-Gründer Steve Jobs, der sich nach 14 Jahren an der Konzernspitze aus gesundheitlichen Gründen zurückzieht.

Jobs schrieb in einer Erklärung, der Konzern habe die besten Zeiten noch vor sich. «Und bin gespannt darauf, in einer neuen Rolle diesen Erfolg zu beobachten und daran mitzuwirken», schrieb er.

Analysten sind sich uneins

Nachfolger Cook hatte Jobs schon mehrmals vertreten, als dieser krankheitsbedingt ausfiel. Jobs hatte sich im Januar eine krankheitsbedingte Auszeit genommen. Woran er leidet, teilte er aber nicht mit. Vor zwei Jahren hatte er sich einer Lebertransplantation unterzogen, im Jahr 2004 überstand er Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Analysten schätzten die Bedeutung von Jobs' Rückzug für die Entwicklung des Unternehmens unterschiedlich ein. «Jobs ist derjenige, der Apple seinen Zauber gab, sein Geschick hat niemand sonst in der Branche», warnte Rob Enderle von der Unternehmensberatung Enderle Group. Apple habe schon öfter lange Zeiträume ohne Jobs überstanden, gab sich hingegen Craig Cartier von der Gesellschaft Frost & Sullivan optimistisch. Ausserdem bleibe Jobs dem Konzern erhalten.

Der Erfinder der Kultgeräte iPod, iPhone und iPad hatte den Grundstein für seine Karriere im Jahr 1976 als 21-Jähriger in der Garage seiner Eltern gelegt, als er zusammen mit seinem fünf Jahre älteren Freund Steve Wozniak die Firma Apple Computer gründete. Das Duo entwickelte den Macintosh-Computer, trennte sich jedoch im Jahr 1985 im Streit.

1997: Die Rückkehr

Jobs wurde Chef der Animationsfilmstudios Pixar, mit Apple ging es daraufhin bergab. Im Jahr 1997 rief der Konzern den Mitgründer zurück und entwickelte seither zahlreiche Geräte, die durch ihr innovatives Design bestachen. Auf den Computer iMac folgte im Jahr 2001 der Musikspieler iPod. Dem Smartphone iPhone folgte zuletzt der Tablet-Computer iPad.

sda/afp/rek

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