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Google verzichtet aufs Mitlesen der Mails

Bislang wurde die elektronische Post von Gmail-Kunden für Werbezwecke durchforstet. Das wird sich jetzt ändern – auf einen abgestimmte Anzeigen aber sollen trotzdem bleiben.

Gmail von Google ist trotz Durchleuchtungspraxis bei den Nutzern beliebt: das Logo der Firma.
Gmail von Google ist trotz Durchleuchtungspraxis bei den Nutzern beliebt: das Logo der Firma.
Virginia Mayo, Keystone

Am Freitag kündigte Google an, seine seit 2004 angewandte Praxis noch in diesem Jahr zu beenden. Google hatte die Inhalte von E-Mails analysiert, um so die Interessen der Nutzer in Erfahrung zu bringen und die angezeigte Werbung darauf abzustimmen. Dies hatte Datenschützer besorgt und manche Nutzer verschreckt.

Das Unternehmen wird zwar auch in Zukunft weiter Werbung bei Gmail anzeigen. Statt die E-Mails jedoch zu durchsuchen, sollen die Algorithmen des Unternehmens anderweitig bestimmen, welche Anzeigen am ehesten das Interesse der 1,2 Milliarden Gmail-Nutzer wecken könnten.

Gmail ist grösster E-Mail-Service

Hintergrund ist auch der Gmail-Dienst, den Google kostenpflichtig für Unternehmen anbietet. Bei diesem erscheinen keine Anzeigen und Nachrichten wurden auch nie entsprechend ausgewertet.

Laut Google sorgte die unterschiedliche Handhabe aber für Verwirrung bei Unternehmen und Nutzern. Der Anbieter hofft nach eigenen Angaben, dass die Einstellung der Mitlese-Funktion nun helfen wird, die Situation zu klären und mehr Unternehmen für den kostenpflichtigen E-Mail-Dienst anzuziehen.

Gmail ist der grösste E-Mail-Service weltweit. Microsoft und Apple haben den Konkurrenten Google wiederholt dafür kritisiert, Nachrichten von Nutzern für Anzeigen auszuwerten. Die Beliebtheit des Dienstes brach dadurch jedoch nicht ein.

(dapd)

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