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Windows XP, das zu erfolgreiche Betriebssystem

Der Vorgänger von Windows Vista feiert seinen zehnten Geburtstag. In zwei Jahren wird der Support endgültig eingestellt.

Alles andere als ein Ladenhüter: Microsoft setzte mit XP einen Standard der über Jahre Bestand hatte.
Alles andere als ein Ladenhüter: Microsoft setzte mit XP einen Standard der über Jahre Bestand hatte.
Keystone

Wenn in den vergangenen Jahren vom Betriebssystem Windows von Microsoft die Rede war, dann war damit eigentlich immer Windows XP gemeint. Es kam vor genau zehn Jahren, am 25. Oktober 2001, in den Handel.

Microsoft setzte mit XP einen Standard der über Jahre Bestand hatte. Ja, Windows XP war sogar erfolgreicher, als es Microsoft lieb war. Denn erst in diesem Jahr schaffte es Windows 7 bei den Marktanteilen das inzwischen in mancher Hinsicht in die Jahre gekommene XP abzulösen.

Der Nachfolger hatte es schwer

Als Windows XP vor zehn Jahren präsentiert wurde, begann das digitale Zeitalter gerade durchzustarten. Das sollte auch das Kürzel XP deutlich machen. Es stand für «eXPerience». Der Nutzer sollte völlig neue Erfahrungen bei der Verwendung digitaler Medien mit diesem Betriebssystem machen können, ob es bei Musik, Film oder beim Surfen im Internet war. Betont wurde diese mediale Erfahrung auch dadurch, dass eine eigene Windows XP Media Center Edition erschien.

Windows XP war dabei trotz aller Kritik, die es immer wieder gab - und die eine ganze Ratgeber-Branche am Leben erhielt, so erfolgreich, dass die Nutzer auch von Microsoft nur schwer zu überzeugen waren, dass sie auf ein neueres System wechseln sollten. Eigentlich erschien mit Windows Vista schon im Januar 2007 ein XP-Nachfolger. Aber Vista konnte sich nie richtig durchsetzen. Gerade auch Unternehmen blieben beim «gereiften» XP.

Mit Service Packs aufgerüstet

Dafür, dass sich XP solange halten konnte, sorgten auch die drei grossen Service-Packs, die es neben den ständigen Aktualisierungen für dieses Betriebssystem gab. So wurde XP mit neuen Media-Playern oder auch Internet Explorern für das Surfen im Netz ständig aufgerüstet.

Was Stabilität, Funktionalität aber vor allem auch Hardware-Kompatibilität angeht, konnte Microsoft erst mit dem vor zwei Jahren erschienenen Windows 7 die Nutzer wieder überzeugen. Als Windows 7 in den Handel kam, lag der XP-Marktanteil bei den PC-Betriebssystemen noch bei fast 70 Prozent, während Vista auf etwa 25 Prozent kam. Jetzt aber hat es Windows 7 geschafft und im Oktober mit einem Marktanteil von 40 Prozent Windows XP als weltweit meistgenutztes Betriebssystem abgelöst. Vista liegt nur noch bei etwas mehr als zehn Prozent.

Keine Computer mit XP mehr

Inzwischen gibt es auch keine neuen Computer mehr mit XP im Handel. Das hätte Microsoft vielleicht schon früher gerne gehabt. Aber da kamen die Netbooks dazwischen. Diese kleinen Rechner, die meist einen Zehn-Zoll- oder Elf-Zoll-Bildschirm haben, kamen etwa 2008 wieder stark in Mode. Windows Vista schied dafür als Betriebssystem aus, da die Leistung der typischen Netbooks meist nicht ausreichte, um flüssiges Arbeiten zu gewährleisten. Da bot sich für viele Hersteller das freie Betriebssystem Linux als Alternative an. Das konterte Microsoft, indem das eigentlich schon eingestellte XP wieder für neue Rechner zugelassen wurde.

Für einen Umstieg auf Windows 7, das jetzt vor allem in Firmen auf dem Vormarsch ist, gibt es verschiedene Gründe. Die Sicherheit des Computers ist dabei ein ganz wichtiger. Microsoft selbst verweist auf eine Studie der Antivirus-Firma Avast, wonach es auf etwa 75 Prozent aller XP-Rechner Infizierungen gibt.

Windows 8 kommt nächstes Jahr

Ein weiterer Grund ist die auslaufende technische Unterstützung für XP. Den Support für Windows XP mit Service Pack 2 stellte Microsoft schon am 13. Juli vergangenen Jahres ein. Für XP mit Service Pack 3 soll am 8. April 2014 Schluss sein. Da wird es dann wohl endgültig Zeit, sich nach einem neuen Betriebssystem umzusehen - das könnte dann Windows 8 sein, das irgendwann im nächsten Jahr erwartet wird.

dapd/rek

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