Elf App-Empfehlungen für Pendler und Gelegenheitsspieler

Es muss nicht immer «Pokémon Go» sein. Diese elf Games machen nicht nur Spass, sie machen auch optisch was her.

Bei «Love You to Bits» hält jeder Level neue Überraschungen parat.

Bei «Love You to Bits» hält jeder Level neue Überraschungen parat.

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Love You to Bits
Jeder Planet ein neues Abenteuer
«Tiny Thief» war ein Lieblingsspiel der Redaktion. Bis sich der Herausgeber Rovio («Angry Birds») aus Geschäftsgründen entschloss, das Spiel auf iOS (nicht aber auf Android) zu deaktivieren. Zum Glück haben die Entwickler dahinter ein neues Spiel programmiert, das nahtlos an den Vorgänger anknüpft – und vor allem haben sie auf eine weitere Zusammenarbeit mit Rovio verzichtet. Statt im Mittelalter spielt das Rätselabenteuer «Love You to Bits» nun im Weltall. Die Spielfigur wird unkompliziert mit dem Finger kontrolliert. Kann man einen Gegenstand verwenden, erscheint ein entsprechendes Symbol. Einfacher gehts kaum. Trotzdem werden die Rätsel von Level zu Level schwieriger.

Der grösste Trumpf von «Love You to Bits» ist die Comic-hafte Grafik voll liebevoller Details und Animationen. So fühlt sich kein Level wie der vorangegangene an. Immer wieder findet man Anspielungen auf Filme und Spieleklassiker wie «Day of the Tentacle» oder «Monument Valley». Seit der Veröffentlichung haben die Entwickler aus Barcelona bereits zwei neue Level nachgereicht. Hoffentlich folgen noch viele weitere. Hoher Suchtfaktor!
iOS 4 Franken, Android demnächst


Hocus
Im Labyrinth der optischen Täuschungen
Optische Täuschungen faszinieren seit Jahrhunderten. Seit ein paar Jahren haben sie als Spiele den Sprung auf Smartphones und Tablets geschafft. «Monument Valley» ist der berühmteste Vertreter dieses Rätsel-Genres. Wer es etwas weniger opulent mag, bekommt mit «Hocus» eine knifflige Alternative. Man muss einen roten Klotz über verschiedene optische Täuschungen in ein Loch schieben. Dabei ist nicht nur räumliches Vorstellungsvermögen gefragt, sondern auch Einfallsreichtum.
iOS gratis, PC/Mac 2 Franken


The Beggar’s Ride
Die Macht der magischen Maske
Das Spielprinzip Hüpfen, Rennen und kleine Rätsel lösen ist altbewährt. «Beggar’s Ride» verpackt es aber sehr schön und fügt ihm eine originelle Komponente hinzu. Die Spielfigur, ein über­gewichtiger Bettler, trägt eine magische Maske mit sich. Setzt er die auf, verwandelt sich die Spieleumgebung. Schiebt man dann mit den Fingern Wolken zusammen, fängt es an zu regnen. So kann man unüberwindbare Schluchten fluten und dann bequem durchschwimmen oder Pflanzen beim Wachsen helfen.
Android 3.80 Franken, iOS 4 Franken


Sky Force Reloaded
Wie damals in der Spielhalle
Die Spielekästen mit Münzeinwurf mögen aus den Kaufhäusern verschwunden sein, aber die Spiele leben weiter. In «Sky Force Reloaded» kämpft man als Pilot gegen Flugzeuge, Schiffe und andere Widersacher. Die Grafik erinnert dabei stark an die Klassiker von einst, nutzt aber moderne Technologie für spektakuläre Effekte. Gesteuert wird das Flugzeug bequem mit einem Finger. Dank immer besserer Waffen spielt man Levels auch gerne mehrfach.
Android, iOS: gratis


Tactile Wars
Wenn grüne Minisoldaten auf violette treffen
Echzeitstrategiespiele, also Games, bei denen taktisches Geschick und Fingerfertigkeit gefragt sind, gibt es reichlich. Doch kaum eines kann beim Design mit «Tactile Wars» mithalten. Statt realistischer Soldaten und Panzer kommen hier Minisoldaten zum Einsatz, und statt mit echter Munition bekämpfen die sich mit Farbpatronen. Das sieht gut aus und macht Spass. Dass das Spiel einem zum Ausgeben von richtigem Geld anstiftet, stört dabei kaum. Es geht auch ohne.
Android, iOS: gratis


Power Hover
In der Wüste ein paar Kurven machen
Wie entspannend es sein kann, mit einem Snowboard den Hügel runterzufahren und Lamas einzufangen, hat «Alto’s Adventure» im letzten Jahr gezeigt. «Power Hover» zeigt nun, dass es auch etwas schon fast Zenhaftes haben kann, mit einem schwebenden Skateboard durch die Wüste zu düsen und Batterien einzusammeln. Da das Spielfeld drei­dimensional ist, kann man nicht nur die Umgebung geniessen, sondern auch mal ein paar Bögen schlagen.
iOS 4 Franken, Android gratis


Snake Bird
Diese Vögel können den Hals nicht voll genug kriegen
Was auf den ersten Blick aussieht wie eine App für Kleinkinder, entpuppt sich als Kniffelspiel. Wer sich noch an die Nokia-Telefone erinnert, kennt das Spiel mit der Schlange, die Punkte frisst, immer länger wird und nicht in die Wand oder sich selber krachen darf. «Snake Bird» nimmt die Idee auf. Als Vogelschlange muss man Früchte essen, bis man lang genug ist, um ins Ziel zu kommen. Von Level zu Level wirds schwieriger. Zum Glück gibt es keinen Zeitdruck.
iOS gratis, Android gratis, PC/Mac 7 Fr.


Day of the Tentacle
Zu Besuch bei George Washington
Kann ein Computerspiel von 1993 heute noch begeistern? O ja! «Der Tag des Tentakels» ist ein Abenteuer-Rätsel-Klassiker aus dem Archiv von Lucasarts. Das Studio hat mit Spielen wie «Monkey Island» oder «Indiana Jones» dieses Genre geprägt. Nun wurde das Spiel aufpoliert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Die Rätsel sind immer noch knifflig, die Witze immer noch köstlich, nur die Grafik ist nicht mehr so pixelig und die Bedienung einfacher geworden.
iOS 5 Franken, PC/Mac 15 Franken


Albert & Otto
Schwarzweisse Maschinen und Fallen
Es muss nicht immer farbig sein. Was für die Fotografie und den Film gilt, hat auch bei Spielen seine Berechtigung. «Limbo» zeigte vor ein paar Jahren, wie atmosphärisch ein Spiel in Schwarz und Weiss sein kann. Albert & Otto schliesst nicht nur ästhetisch, sondern auch vom Spielprinzip her an «Limbo» an. Man steuert einen Jungen namens Albert durch eine düstere Welt voller Maschinen, Gefahren und Fallen. Als treuen Begleiter und Helfer hat er den roten Hasen Otto dabei.
iOS 1 Franken, PC/Mac 5 Franken


Lumo’s Cat
Kunterbunter Wahnwitz
Dieses Spiel muss man gesehen haben. Kaum hat man die App geöffnet, fragt man sich: Was haben sich die Entwickler nur dabei gedacht – oder gar eingeworfen? Die Grafik mit wilden Farben und noch wilderen Motiven sieht aus wie in einem LSD-Rausch. Vom Spielprinzip ist «Lumo’s Cat» ein sogenanntes Tower-Defense-Game. Doch statt eines Turms muss man eine schlafende Katze vor Horden von Angreifern beschützen. Das würde vielleicht sogar gelingen – wäre da nicht diese wahnwitzige Grafik.
iOS gratis


Road Not Taken
Denkt doch an die Kinder!
Was den Entwicklern von «Road Not Taken» gelungen ist, verdient grosses Lob. Sie haben ein Klötzeverschiebe-Rätselspiel genommen und in eines der anrührendsten Spiele der letzten Jahre verwandelt. Im Spiel geht es nämlich nur am Rande darum, Klötze zu verschieben und richtig zu kombinieren. In erster ­Linie geht es darum, Kinder zu retten, die beim Beerenpflücken von einem Schneesturm überrascht worden sind. Dass dieser Spagat gelingt, verdankt das Spiel seinem folkloristisch angehauchten Design, einer packenden Hintergrundgeschichte und einer bedrückenden Grundstimmung, die es auf Schritt und Tritt verbreitet.

Als mysteriöser Fremder kommt man in ein verschneites Dorf, das irgendwo in Bayern liegen könnte. Als neuer Waldhüter muss man nun bis zu seiner Pensionierung, die noch Jahre entfernt ist, Jahr für Jahr wieder raus in den von allerhand Geistern und Kreaturen bewohnten Wald, um die Kinder zu retten. Dass man dabei seine eigene Gesundheit aufs Spiel setzt, macht alles nur noch schwieriger. Aber man will die Dorf­bewohner und vor allem die Kinder doch nicht im Stich lassen . . .
iOS 5 Franken, PC/Mac 15 Franken (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 10.08.2016, 07:07 Uhr

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