Wenn Zuckerberg und Musk sich streiten

Die Tech-Titanen streiten über Gefahr und Chance von künstlicher Intelligenz. Das sollten wir auch.

Sind sich nicht einig: Mark Zuckerberg und Elon Musk.

Sind sich nicht einig: Mark Zuckerberg und Elon Musk. Bild: Reuters

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Früher glaubten die Menschen, die Götter ­würden sich streiten, wenn es blitzt und donnert. Heute erfährt man als Normalsterblicher über soziale Medien, wenn sich die Tech-Titanen in den Haaren liegen. Aktuell tun dies der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und der Paypal-Tesla-Gründer Elon Musk.

Letzterer hat bei mehreren Gelegenheiten künstliche Intelligenz als Gefahr für die Menschheit bezeichnet. Mit dieser Haltung ist Musk nicht allein. Auch Bill Gates und Stephen Hawking machen sich ähnliche Sorgen.

Segen oder Ende der Menschheit?

In einer seiner öffentlichen Fragerunden auf Facebook wurde Mark Zuckerberg nach seiner Meinung dazu gefragt. Als Optimist sehe er das nicht so eng, und für die Schwarzmalerei von Musk hätte er gar kein Verständnis, ja, sie sei sogar verantwortungslos. Zuckerberg sieht dann auch weniger die ­Schreckensszenarien als vielmehr die Vorteile von besserer Gesundheitsdiagnose oder sicheren selbstfahrenden Autos.

Die Replik von Musk auf Twitter liess nicht lange auf sich warten: «Ich habe mit Mark gesprochen. Seine Kenntnisse in diesem Bereich sind beschränkt.»

Tatsächlich ist unser aller Verständnis für dieses Thema reichlich beschränkt. Wir befinden uns in einem sehr frühen Stadium dieser Entwicklung und sehen nur Anzeichen von dem, was selbstlernende Computer heute schon können und in ein paar Jahren können werden.

Wie jeden Technologiesprung kann man auch diesen entweder als Chance oder als Risiko begreifen. Aufhalten lassen wird sich der Aufstieg der künstlichen Intelligenz nicht. Wegschauen und im Nachhinein jammern ist keine Option.

Hinschauen und mitreden

Darum ist es wichtig, dass man schon heute genau hinsieht und wo immer möglich versucht, die Entwicklung in die richtigen Bahnen zu lenken. Sei das, indem wir als Kunden unser Geld für Produkte und Firmen ausgeben, die verantwortungsvoll mit neuen Technologien umgehen, als Programmierer und Forscher uns der Verantwortung bewusst sind oder als Gesetzgeber die richtigen Leitlinien und Anreize setzen.

Anders als die Völker von einst mit ihren Göttern haben wir heute nämlich durchaus die Möglichkeit, unser Schicksal und unsere Zukunft zu beeinflussen.

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(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 26.07.2017, 21:01 Uhr

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