Samsung bietet dem iPad mini mit neuem Tablet Paroli

Der südkoreanische Elektronikriese stellte sein Galaxy Note 8.0 am Sonntag in Barcelona vor, wo am Montag der Mobile World Congress beginnt. Wir stellen die wichtigsten Themen vor.

Kann mit Stylus bedient werden: Neues Samsung-Tablet Galaxy Note 8.0.

Kann mit Stylus bedient werden: Neues Samsung-Tablet Galaxy Note 8.0.

(Bild: Anandtech.com)

Samsung will dem iPad mini des Erzrivalen Apple mit einem neuen kleinen Tablet mit Schreibstift Paroli bieten. Der südkoreanische Elektronikriese stellte sein Galaxy Note 8.0 am Sonntag in Barcelona vor. Der Verkaufsstart ist für die Zeit zwischen April und Juni geplant. Der Preis steht noch nicht fest.

Das neue Tablet hat mit acht Zoll fast genau dieselbe Grösse wie das iPad mini. Samsung hat bereits kleine Tablets im Programm, aber bisher keine mit dem bei anderen Modellen ebenfalls genutzten Schreibstift Stylus. Dieser dient zum Schreiben auf dem Bildschirm, zum Markieren von Text und zum Verschieben von Elementen. Apple setzt dagegen voll auf mit Fingern zu bedienende Touchscreens.

In Barcelona beginnt am Montag die Messe Mobile World Congress, auf der die neuesten Smartphones und andere tragbare Minicomputer präsentiert werden. Ein Überblick über die Themen im Mittelpunkt:

1. Daten-Turbo LTE

Der superschnelle neue Datenfunk mit – zumindest theoretischen – Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) hat inzwischen den Alltag erreicht. Immer mehr Hersteller haben LTE-taugliche Smartphones und Tablets im Angebot, die Mobilfunkanbieter wollen die Netze auch in der Schweiz ausbauen. Den Anfang machte die Swisscom Ende November, Sunrise und Orange wollen in den nächsten Monaten folgen. Ein Schlagwort zur Messe in Barcelona ist die Weiterentwicklung LTE-A, die noch mehr Tempo erlauben soll. Und der Halbleiter-Spezialist Qualcomm präsentiert einen neuen Chip, der 40 LTE-Bänder unterstützt. Damit werden endlich Geräte möglich, die in nahezu allen Netzen in verschiedenen Ländern laufen können.

2. Mobiles Bezahlen

Einer nach dem anderen gehen Anbieter auf den Markt, die mit Einsteckmodulen Smartphones und Tablets zu Kassengeräten machen. Sie wollen damit Kartenzahlungen auch in kleineren Unternehmen etablieren, wo man heute noch meist mit Bargeld zahlen muss. Zugleich kristallisieren sich hinter den Kulissen ganz neue Modelle heraus, bei denen man zum Beispiel dank GPS-Daten Geldbörse oder Smartphone gar nicht erst aus der Tasche holen muss. Eine spannende Frage ist, ob sich solche Ideen gegen die NFC-Funktechnik durchsetzen können, die lange als Zukunftsweg für mobiles Bezahlen galt.

3. Neue Betriebssysteme

Während seit Jahren aktuelle Spitzenreiter wie das Google-Betriebssystem Android und Samsung als grösster Smartphone- und Handy-Hersteller im Mittelpunkt stehen, macht sich hinter den Kulissen neue Konkurrenz bereit. Der Boom in Asien hat den chinesischen Anbieter Huawei auf den dritten Platz im Smartphone-Markt gebracht. Die Macher des Internetbrowsers Firefox wollen mit einem gleichnamigen Betriebssystem in den Markt, das aus dem Netz heraus läuft. Und ein Exot ist das russische Yotaphone, das auf der Rückseite ein zusätzliches E-Paper-Display hat.

4. Kommunikation unter Geräten

Die Idee ist nicht neu, doch erst mit der Verbreitung schneller Mobilfunkleitungen und von Sensoren in Alltagstechnik kommt die sogenannte Machine-to-Machine-Communication (M2M) richtig in Schwung. Als Paradebeispiel gelten Verbindungen zwischen vernetzten Autos, die sich automatisch zum Beispiel über Glatteis, Unfälle oder Staus austauschen sollen.

rek/sda

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