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Mehr Tablets, weniger Computer

Die Konkurrenz von Smartphones und iPads macht den Computerherstellern zu schaffen.

Marktanteil von 14,9 Prozent und damit weltgrösser PC-Verkäufer: US-Unternehmen HP.
Marktanteil von 14,9 Prozent und damit weltgrösser PC-Verkäufer: US-Unternehmen HP.
Keystone

Die Konkurrenz von Smartphones und Tabletcomputern macht den Computerherstellern zu schaffen. Weltweit kauften Private, Unternehmen und andere Abnehmer im zweiten Quartal 2012 rund 87,5 Millionen Computer, wie die Marktforschungsfirma Gartner am Mittwochabend mitteilte.

Das waren demnach 0,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor und das siebte Quartal in Folge, in dem die PC-Verkäufe kaum oder gar nicht wuchsen. Eine vergangene Woche veröffentlichte Studie von ABI Research hatte ergeben, dass 2016 wohl erstmals mehr Tablet-PCs als Laptops verkauft werden.

Ausgeprägte Tendenz in «reifen Märkten»

«Die Konsumenten sind weniger daran interessiert, Geld für PCs auszugeben, da es andere Technologieprodukte und -Dienstleistungen gibt wie die neuesten Smartphones oder Tabletcomputer», erklärte die Gartner-Analystin Mikako Kitagawa.

Besonders ausgeprägt sei diese Tendenz in den «reifen Märkten», also den Industrieländern, die bereits ausreichend mit PCs versorgt seien. Kaum bemerkbar machen sich demnach die Verkäufe der besonders flachen und leichten, aber trotzdem leistungsstarken sogenannten Ultrabooks. Diese werden von den Herstellern derzeit besonders stark beworben.

HP bleibt Nummer 1

Grösster Computerverkäufer war im zweiten Quartal laut Gartner weiterhin der US-Konzern Hewlett-Packard (HP), der einen Marktanteil von 14,9 Prozent hatte. Knapp dahinter stand der chinesische Hersteller Lenovo mit 14,7 Prozent, der das PC-Geschäft von IBM übernommen hatte.

Auch der Aldi-Lieferant Medion gehört mittlerweile zu Lenovo. Das Unternehmen setzt gleichermassen auf Geschäfts- wie auf Privatkunden. Auf Platz drei folgte Acer aus Taiwan mit einem Marktanteil von 11,0 Prozent, auf Platz vier mit 10,7 Prozent der US-Hersteller Dell, der vor allem bei Geschäftskunden stark ist.

AFP/rek

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