iPads in der Schweiz: So gross ist die Apple-Dominanz

Die Anzahl der Tablet-Nutzer in der Schweiz hat sich 2012 verdoppelt. Die grosse Mehrheit setzt dabei auf Apple-Produkte. Allein im Zürcher Apple Store werden jährlich 100 Millionen Franken umgesetzt.

Das Marktforschungsinstitut Link hat im Januar 2013 im Auftrag von Comparis.ch telefonisch 1217 Personen im Alter zwischen 15 und 74 Jahren in der ganzen Schweiz befragt. Laut der repräsentativen Untersuchung besitzen 27 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer (1,7 Millionen) ein Tablet. Dominiert werde der Tablet-Markt von Apple. Gestiegen sei im Vergleich zum Vorjahr auch der Anteil der Smartphone-Nutzer, vor allem im Tessin.

«Verantwortlich für die gestiegene Tablet-Verbreitung dürften die Produktlancierungen von Apple im letzten Jahr sein», schreibt Ralf Beyeler, Telecom-Experte von Comparis.ch in einer Medienmitteilung. So hätten 7 von 10 Tablet-Nutzern ein Apple-Produkt. Andere Hersteller spielen laut Beyeler eine untergeordnete Rolle. 18 Prozent der Tablet-Nutzer hätten ein Android-Gerät, 7 Prozent eines mit Windows-Betriebssystem.

Kaum mehr Unterschiede zwischen den Sprachregionen

Die Umfrage zeigt auch, wie gross der Anteil der Smartphone-Nutzer in der Schweiz ist. 58 Prozent der Befragten haben laut der Analyse ein Multimediahandy. Damit ist ihr Anteil im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: Vor einem Jahr haben 48 Prozent ein Smartphone genutzt.

Stark zugenommen hat laut der Umfrage die Verbreitung in der italienischsprachigen Schweiz: «Im Vorjahr gab es im Tessin noch deutlich weniger Smartphone-Nutzer als in der West- und Deutschschweiz», schreibt Comparis. Aktuell liessen sich keine nennenswerten Unterschiede mehr zwischen den Sprachregionen feststellen.

Nach wie vor sei es aber so, dass bei jüngeren Personen Smartphones verbreiteter sind als bei älteren. So hätten 83 Prozent von den unter 30-Jährigen ein Smartphone. Von den 30- bis 49-Jährigen seien es 68 Prozent und von den 50-Jährigen und allen älteren noch 32 Prozent.

Kein Klischee: Männer sind technikaffiner

Die Untersuchung zeigt ferner, dass Tablet und Smartphone häufig gemeinsam genutzt werden: 78 Prozent der Tablet-Nutzer haben auch ein internetfähiges Handy. «Smartphone und Tablet ergänzen sich ideal», so Beyeler.

Damit das Zusammenspiel zwischen den mobilen Geräten optimal funktioniere, biete es sich an, auf ein einheitliches Betriebssystem zu setzen. Die Mehrheit der Doppelnutzer halte sich an diese «Strategie». So hätten 58 Prozent dieser Doppelnutzer ein iPhone in Kombination mit einem iPad und 14 Prozent ein Smartphone und Tablet mit Android. Aber: Immerhin 28 Prozent nutzten unterschiedliche Betriebssysteme.

Ein weiteres Resultat: Männer sind etwas technikaffiner als Frauen: 66 Prozent der Männer besitzen ein Smartphone, aber nur 51 Prozent der Frauen (Tablets: Männer 30 Prozent, Frauen 24 Prozent).

rek

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