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Hat Apple mit Photoshop nachgeholfen?

Im Patentstreit mit Samsung hat der iPad-Hersteller den Richtern womöglich ein manipuliertes Foto des Galaxy-Tablets vorgelegt. Das behauptet eine holländische Tech-Website.

Taucht in Gerichtsunterlagen auf: Optisch angepasstes Samsung-Tablet (rechts).
Taucht in Gerichtsunterlagen auf: Optisch angepasstes Samsung-Tablet (rechts).

Vergangene Woche hatte der iPad-Hersteller vor Gericht erreicht, dass Samsung das Galaxy Tab 10.1 in der EU nicht mehr verkaufen darf. Die niederländische Website Webwereld.nl behauptet nun, dass Apple im Patentstreit ein manipuliertes Beweisfoto vorgelegt hat.

Dieses zeigt das Samsung-Tablet mit einem Seitenverhältnis von etwa 4:3 und ohne Logo. Dadurch scheint es mit dem iPad identisch zu sein. Tatsächlich hat das Galaxy Tab 10.1 aber ein Seitenverhältnis von 16:10, wie Ntv.de berichtet. Auch der Startbildschirm des Samsung-Tablets ist womöglich angepasst worden.

Gerichtsunterlagen im Web aufgetaucht

Das Portal verweist im Artikel auf Unterlagen des Landgerichts Düsseldorf, die auf Scribd.com hochgeladen wurden. Dort taucht das bemängelte Bild mit falschem Seitenverhältnis und entferntem Samsung-Logo auch wirklich auf. Apple Schweiz wollte zum Fall keine Stellung nehmen.

Webwereld.nl hat mit einem Anwalt gesprochen, der es für sehr unwahrscheinlich hält, dass es sich bei der Veränderung um einen Zufall handelt. Sollte es sich beim Foto in den Gerichtsunterlagen tatsächlich um authentisches Material handeln, zeigt dies, mit welch harten Bandagen die IT-Branche im Patentstreit kämpft.

Der Entscheid der deutschen Richter basiert laut BBC-Bericht allerdings nicht alleine auf Bildern, sondern auf der physischen Begutachtung beider Tablets.

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