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Ein Bildschirm allein genügt nicht mehr

84 Prozent der Befragten einer Studie surfen vor dem TV mit einem Tablet parallel im Web. Eine kranke Entwicklung oder eine Steigerung der Lebensqualität? Medienpsychologe Gregor Waller hat Antworten.

«Es reicht meistens noch, um dem Handlungsstrang folgen zu können»: Multitasking mit elektronischen Geräten ist für die meisten Nutzer kein Problem, so der Schweizer Medienpsychologe Gregor Waller.
«Es reicht meistens noch, um dem Handlungsstrang folgen zu können»: Multitasking mit elektronischen Geräten ist für die meisten Nutzer kein Problem, so der Schweizer Medienpsychologe Gregor Waller.
Reto Knobel
«TV schauen macht nicht dumm», stellt Waller klar. Es sei nur so: Je mehr man als Kind vor dem TV sitze, desto weniger Zeit bleibe, um andere wertvolle Erfahrungen zu machen.
«TV schauen macht nicht dumm», stellt Waller klar. Es sei nur so: Je mehr man als Kind vor dem TV sitze, desto weniger Zeit bleibe, um andere wertvolle Erfahrungen zu machen.
Keystone
Trotzdem werden neue Medien beim Aufkommen häufig kritisch hinterfragt. «Schon beim Aufkommen der Belletristik im 18. Jahrhundert gab es Personen, die das Leseverhalten dieser Zeit hinterfragten». Es sei sogar von Lesesucht die Rede gewesen. Im Bild: Kleiner Harry-Potter-Fan.
Trotzdem werden neue Medien beim Aufkommen häufig kritisch hinterfragt. «Schon beim Aufkommen der Belletristik im 18. Jahrhundert gab es Personen, die das Leseverhalten dieser Zeit hinterfragten». Es sei sogar von Lesesucht die Rede gewesen. Im Bild: Kleiner Harry-Potter-Fan.
Keystone
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Das iPad wird zunehmend als Second Screen auf dem Sofa gebraucht: Man schaut fern und surft nebenbei oder schaut bei Facebook rein. Für Kulturpessimisten der reinste Horror – für Sie auch? Nein. Was ist so schlimm daran, sich beim Fernsehen kurz bei Wikipedia über einen Schauspieler zu informieren? Oder über einen Filmschauplatz zu recherchieren? Das kann durchaus eine Bereicherung sein. Früher griff man in solchen Situationen zum Programmheft auf dem Tisch oder zum Lexikon im Büchergestell und las darin, was ja auch nichts Verwerfliches war.

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