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Der Wettstreit der Mini-Tablets

Wem bislang das iPad von Apple zu teuer war und die Alternativen auch nicht gefielen, der sollte vielleicht noch etwas warten. Zum Jahresende dürfte es reichlich Auswahl vor allem an interessanten, kleinen Geräten geben.

In dieser Bildstrecke stellen wir die meistverkauften Tablets vor. Auf dem füften Platz liegt Barnes & Noble, Hersteller des Nook. Weltweit 459'000 Geräte verkauft ( 1,9 Prozent Marktanteil).
In dieser Bildstrecke stellen wir die meistverkauften Tablets vor. Auf dem füften Platz liegt Barnes & Noble, Hersteller des Nook. Weltweit 459'000 Geräte verkauft ( 1,9 Prozent Marktanteil).
AFP
Hersteller des Transformer-Tablets. Weltweit 688'000 Geräte verkauft (2,8 Prozent Marktanteil).
Hersteller des Transformer-Tablets. Weltweit 688'000 Geräte verkauft (2,8 Prozent Marktanteil).
AFP
Hersteller des iPads. Weltweit 17 Millionen Geräte verkauft (69,6 Prozent Marktanteil).Andere Hersteller haben weltweit 3 Millionen Geräte verkauft (12,3 Prozent Marktanteil). Zahlen nach Angaben der Marktforschungsfirma IHS iSuppli im zweiten Quartal 2012.
Hersteller des iPads. Weltweit 17 Millionen Geräte verkauft (69,6 Prozent Marktanteil).Andere Hersteller haben weltweit 3 Millionen Geräte verkauft (12,3 Prozent Marktanteil). Zahlen nach Angaben der Marktforschungsfirma IHS iSuppli im zweiten Quartal 2012.
AFP
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Schon in den nächsten Wochen ist mit neuen Produkten von Amazon und Apple zu rechnen. Auch preislich scheint einiges in Bewegung zu sein. Google legte mit seinem kleinen, sieben Zoll grossen Tablet-PC Nexus 7 vor.

In einer ähnlichen Region bewegte sich der in den USA sehr erfolgreiche Kindle Fire von Amazon, das ausserhalb des Landes gar nicht angeboten wurde. In der vergangenen Woche nun erklärte Amazon, dass der Kindle Fire ausverkauft sei. Tatsächlich heisst das wohl, dass Amazon die Produktion schon vor einer Zeit stoppte, um alles für ein neues Model vorbereiten zu können. Für Donnerstag wurde zu einer Pressekonferenz nach Santa Monica in Kalifornien eingeladen.

Der Kindle Fire kam im vergangenen November zum Preis von 199 Dollar in den Handel. Er hat einen Farbbildschirm, kann Anwendungen von Drittanbietern laden und steht damit in Konkurrenz zum iPad von Apple. Er ist zwar nur halb so gross wie ein iPad, kostet aber auch nur die Hälfte wie das billigste iPad. Das macht ihn recht erfolgreich.

Amazon: 22 Prozent Marktanteil mit Kindle Fire

Zur Zahl der verkauften Geräte machte Amazon keine Angaben, erklärte aber, der Marktanteil in den USA über neun Monate habe bei 22 Prozent gelegen. Der Kindle Fire wäre damit das zweiterfolgreichste Gerät nach dem iPad. Tom Mainelli von der Marktforschungsfirma IDC erklärte, das stimme ungefähr mit seinen Schätzungen überein, dass 6,7 Millionen Fire-Geräte in den USA verkauft worden seien.

In diesem Weihnachtsgeschäft dürfte es für den Fire-Nachfolger nicht so leicht werden. Analysten erwarten, dass Apple in den nächsten Wochen, Gerüchten im Web zufolge im Oktober, ein sogenanntes Mini-iPad vorstellt. Das Gerät ist vermutlich nur halb so gross wie die bisherigen iPads, um neue Käuferschichten zu gewinnen und die Gefahr durch Kindle und Co. abzuwehren. Denn auch Google hat schon einen Tablet-PC, den Nexus 7, in Kindle-Grösse herausgebracht.

Tablets machen E-Readern Konkurrenz

Die Hersteller fahren dabei mit ihren Geräten eine unterschiedliche Strategie. Während Apple mit jedem Gerät Gewinn machen will, gibt sich Amazon offenbar mit einem nur schmalen oder sogar gar keinem Gewinn zu Frieden. Das Geld kommt dann über den Verkauf von E-Books, Filmen, Musik und Apps für diese Geräte herein. Die Tatsache, dass Amazon seinen App-Store inzwischen auch in Deutschland geöffnet hat, wurde schon als Hinweis gewertet, dass das nächste Amazon-Tablet vielleicht auch in Deutschland zu haben sein wird.

Der preisliche Rahmen, in dem sich Fire und Nexus 7 bewegen, macht zunehmend offenbar den einfachen E-Readern zu schaffen. Diese Geräte, die oft nur über einen Schwarz-weiss-Bildschirm verfügen, haben ihren Zenit nach Angaben der Marktforschungsfirma ABI Research im vergangenen Jahr überschritten.

Nach 15 Millionen E-Readern 2011 würden in diesem Jahr weltweit vermutlich nur noch elf Millionen Geräte abgesetzt, erklärte ABI-Analyst Joshua Flood. Das Verhältnis von verkauften Tablets zu E-Readern werde 2012 bei neun zu eins liegen. Ganz verschwinden würden E-Reader aber nicht, sagte Flood.

dapd/rek

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