Zum Hauptinhalt springen

Der Apple-Flachmann im Test

Elegant, schnell, aber in einigen Punkten auch limitiert: Redaktion Tamedia konnte einen ersten Blick auf das Mac Book Air werfen.

Das Macbook Air gibt es nun in unterschiedlichen Grössen.
Das Macbook Air gibt es nun in unterschiedlichen Grössen.
Reuters
Das grössere Modell misst 32,5 mal 22,7 Zentimeter (13 Zoll), das kleinere 29,95 mal 19,2 Zentimeter (11 Zoll).
Das grössere Modell misst 32,5 mal 22,7 Zentimeter (13 Zoll), das kleinere 29,95 mal 19,2 Zentimeter (11 Zoll).
AFP
Der Apple-Chef (rechts) im Gespräch mit ersten Testern.
Der Apple-Chef (rechts) im Gespräch mit ersten Testern.
AFP
1 / 8

Keine Frage: Das Mac Book Air ist ein Blickfang und extrem kompakt. Das getestete 11,6-Zoll-Modell (erhältlich ist auch eine 13-Zoll-Variante) misst an seiner schmalsten Stelle knapp 3 Millimeter und an der breitesten 1,7 Zentimeter. Mit 1,06 Kilogramm wiegt es nur wenig mehr als das iPad mit 3G-Variante (800 Gramm). Die Kanten an der Vorderseite des Unibody-Gehäuses wirken allerdings etwas scharf. Die Laufzeit gibt Apple mit bis zu 5 Stunden an, das Standby soll 30 Tage betragen.

Nach dem ersten Einschalten dauert es nur ein paar Minuten und man kann mit der Arbeit loslegen. Auf dem Gerät sind Apples Betriebssystem Snow Leopard (OS X 10.6.4) sowie iLife 11 vorinstalliert. Mit dem Softwarepaket kann man beispielsweise Bilder verwalten (iPhoto) oder Videos bearbeiten (iMovie). Sicherheitskopien der Programme und des Systems werden auf einem USB-Stick mitgeliefert.

Flottes Arbeiten

Der erste Eindruck ist gut: Das Gehäuse mit seiner glatten Oberfläche ist solide verarbeitet, das Mac Book Air arbeitet sehr schnell. Klappt man nach einer Pause wieder den Bildschirm auf, erwacht das System sofort aus dem Ruhemodus. Das komplette Aufstarten respektive Neustarten hat beim Test knapp 14 Sekunden gedauert. Ein Grund für das Tempo dürfte die Wahl des Massenspeichers sein: Apple verabschiedet sich beim Air-Modell von Festplatten. Zum Zuge kommt der Flash-Speicher, der laut Apple einen schnelleren Datenzugriff erlaubt, 90 Prozent kleiner sowie leichter als konventionelle Notebook-Harddisks ist. Das 11-Zoll-Modell wird mit 64 respektive 128 Gigabyte-Flashspeicher ausgeliefert. Die erste Variante dürfte je nach Nutzung zu knapp sein – zumal Betriebssystem und iLife bereits 11 Gigabyte Speicherplatz benötigen. Via USB-Anschluss kann man jedoch eine externe Festplatte anschliessen.

Bildschirm, Tastatur und Trackpad

Das Display mit einer Auflösung von 1366 mal 768 Pixeln liefert ein sehr gutes Bild, die Farben sind beeindruckend und der Kontrast ist sehr hoch. Objekte und Menüs wirken allerdings etwas klein wie die ganze Ansicht des Desktop. Zum Nachteil könnte der Monitor werden, wenn man mit iLife beispielsweise Videos bearbeiten will. Manch einer wird sich hier wohl für das 13er-Modell entscheiden. Der Display hat eine glänzende Oberfläche, wurde aber mit einer Spezialbeschichtung entspiegelt. Trotzdem werden Reflexionen nicht ganz verhindert. Mit der Tastatur kann man gut arbeiten, der Druckpunkt stimmt: Für Vielschreiber ist das Mac Book Air eine gute Wahl.

Eine wichtige Rolle bei der Bedienung spielt das Trackpad. Mit ihm steuert man nicht nur wie gewohnt die Maus und scrollt durch Seiten, sondern kann auch Gesten nutzen, die man vom iPad kennt. Bei unserem Test könnten wir mit entsprechenden Bewegungen durch ein Fotoalbum blättern und die Bilder vergrössern – allerdings auch erst nach einigen Versuchen. Auch die vergrösserte Ansicht von Websites ist mit Gesten möglich.

Kein DVD-Laufwerk, wenig Anschlüsse, kein 3G-Modem

Das kompakte Design hat allerdings seinen Preis: Beide neue Mac Book Air haben wie ihre Vorgänger kein Laufwerk. Immerhin wurde ein zweiter USB-Anschluss spendiert. Weiter findet man am Gehäuse einen Kopfhörer-Eingang, Magnetanschluss für Netzteil sowie Mini Display Port für den Anschluss eines Bildschirms. Nur das 13er-Modell bietet auch einen SD-Kartenleser. Von den Stereolautsprechern darf man bei der kompakten Bausweise nicht zu viel erwarten. Mit dem Air Book kommt man per drahtloser Verbindung ins Internet, das Ansurfen verschiedener Websites war so schnell wie beim iPad. Keine Air-Version wird mit ingegriertem 3G-Modem ausgeliefert, sie funken ab Werk nur mit Bluetooth 2.1 und WLAN (802.11/n).

Die integrierte Facetime-Kamera und das Mikrofon ermöglichen Videotelefonie mit anderen Macs, aber auch mit iPhone und iPod Touch. Während des Gesprächs erkennt die Software sogar, wenn die Person das iPhone dreht und passt das Bild auf dem Monitor entsprechend an.

Fazit

Apple legt bei seiner Hardware wert aufs Design. Und diese Philosophie kommt auch beim Mac Book Air 11 Zoll voll zur Geltung. Die gut verarbeitete Hardware sieht nicht nur schick aus, sondern ist auch sehr kompakt und leicht – und somit geeignet als Zweitgerät für unterwegs. Das Betriebsgeräusch ist leise und die Startzeit wie auch die gesamte Bedienung von Browser und anderer Software sehr flott. Zudem erhält man mit iLife ein nützliches Softwarepaket mitgeliefert. Auf der anderen Seite ist der Speicherplatz knapp bemessen, es fehlen Anschlussmöglichkeiten und ein DVD-Laufwerk. Auch der Preis ist vergleichsweise hoch.

Das neue Mac Book Air 11 Zoll kostet je nach Variante 1199 bis 1449 Franken. Die 13-Zoll-Variante wird für 1549 bis 1899 Franken angeboten.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch