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Arbeiterinnen wurden offenbar bei iPhone-Herstellung vergiftet

Offenbar sind Angestellte bei der Herstellung von Apple-Produkten einer gefährlichen Chemikalie ausgesetzt worden. Sie mussten wegen Lähmungserscheinungen monatelang im Spital behandelt werden.

Keine Apple-Fans: Protest in Hongkong gegen die Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferern.
Keine Apple-Fans: Protest in Hongkong gegen die Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferern.
AFP

In China sind einem Medienbericht zufolge Arbeiterinnen bei der Herstellung von Produkten für den US-Computerkonzern Apple einer gefährlichen Chemikalie ausgesetzt worden. Der australische Sender ABC berichtete am Dienstag, die Gruppe von Frauen habe über Monate in einem Krankenhaus in der ostchinesischen Stadt Suzhou behandelt werden müssen, nachdem sie die chemische Verbindung n-Hexan eingeatmet hätten.

«Strikte Anforderungen an die Arbeitsplatzsicherheit»

Ein Journalist des Senders nahm demnach Kontakt zu den Frauen auf. Sie berichteten von Lähmungserscheinungen, nachdem sie eigenen Angaben zufolge Apple-Laptops und das Multimedia-Handy iPhone mit dem Logo des US-Herstellers beklebten.

Den Namen der Fabrik in Suzhou und den Zeitraum, in dem die Frauen der Chemikalie ausgesetzt gewesen sein sollen, nannte ABC nicht. Ein Apple-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass das Unternehmen strikte Anforderungen an die Arbeitsplatzsicherheit sämtlicher Zulieferer habe. In Suzhou waren bereits im Jahr 2009 dutzende Arbeiter des taiwanischen Touchscreen-Herstellers Wintek durch das Einatmen von n-Hexan erkrankt. Das Unternehmen verzichtete daraufhin auf die Verwendung der Chemikalie.

Wiederholt Klagen geäussert

Arbeitsrechtler hatten zuletzt wiederholt die schlechten Bedingungen in chinesischen Fabriken bei der Herstellung von Produkten für Apple beklagt. Die Menschen dort müssten bei niedriger Bezahlung und unter hohem Druck viele Überstunden leisten. Zuletzt geriet der weltgrösste Elektronikhersteller Foxconn, der auch einer der wichtigsten Zulieferer für den iPhone-Hersteller ist, wegen einer Serie von Selbstmorden von Arbeitern in die Kritik.

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