Das richtige Tech-Geschenk unter dem Weihnachtsbaum

Schenken ist eine knifflige Sache. Mit diesen 12 Präsenten gelingt die Bescherung.

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Chromecast
So werden auch alte Fernseher smart
Der Chromecast (rund 50 Franken) macht aus fast jedem Fernseher einen Smart-TV. Dazu steckt man den USB-Stick-grossen Chromecast in einen HDMI-Anschluss und verbindet ihn entweder mit einer Steckdose oder direkt mit einem USB-Anschluss am Fernseher selbst. Als Google den diskreten und verhältnismässig preiswerten TV-Stecker vor anderthalb Jahren vorgestellt hat, waren die Möglichkeiten noch sehr beschränkt. Inzwischen nutzen zahlreiche Android-Apps und sogar ein paar iOS-Apps wie Netflix oder Youtube den ­Chromecast. (zei)



Chess 24
Das Rundum-Paket für Schachnerds
Kein Gadget im eigentlichen Sinn, aber ein passendes Geschenk für den digital­affinen Schachspieler ist das Abonnement der Plattform Chess 24. Ambitionierten Spielern bietet das Bezahlabo-Paket (90  Euro für ein Jahr) alles Erdenkliche, das beim Polieren der eigenen Schachfähigkeiten behilflich ist: eine App mit Schachcomputer, Training mit menschlichen Sparringpartnern, Fragerunden mit Lehrern, Videotutorien und Übertragungen von interessanten Profipartien aus aller Welt. (jro)



Redier Kameratragegurt
Nicht zur Werbefläche der Kamerahersteller werden
Ein guter Kameragurt ist wichtig – schliesslich möchte man seine Kamera nicht ständig in der Hand halten oder immer erst aus der Tasche kramen. Die Standardgurte der Hersteller sind zwar meist praktisch, aber vollgepflastert mit Logos und damit Werbung. Diskreter, eleganter und häufig bequemer sind Gurte anderer Hersteller. Sehr schön sind etwa die Ledergurte des türkischen Onlineshops www.redier.com. Dort findet man zahlreiche Modelle für ca. 85 Franken. (zei)



Solowheel
Zum Hingucker in der Fussgängerzone werden
Mit diesem einfallsreichen Gerät wird der Nutzer zum motorisierten Fussgänger. Das Solowheel ist ein Elektro-Einrad, auf dessen Pedalen der Fahrer stehend balanciert. Muskelkraft ist beim Fahren nicht gefragt, für die Bewegung vorwärts oder rückwärts sorgt ein Elektromotor mit zwei Pferdestärken oder 1500 Watt. Er erlaubt eine Maximalgeschwindigkeit von 16 Kilometern pro Stunde. Gesteuert wird mit Gewichtsverlagerung, während eingebaute Gyroskope Fahrer und Gefährt beim Gleichgewicht unterstützen. Wer Solowheel fahren will, muss sich trotz dieser Hilfe erst ans Balancieren gewöhnen. Das Gerät belohnt aber Geduldige – wer nach anfänglichem Gestolper durchhält und weiterübt, hat spätestens nach einigen Stunden den Bogen heraus und dreht wackelfrei seine Runden.

Bei voller Ladung schafft das Solowheel ein bis zwei Stunden Dauerbetrieb oder eine Distanz von gut zehn Kilometern. Wer keine Probleme mit belustigten Blicken von Passanten oder dem Preis von rund 2500 Franken hat, findet im Solowheel eine Mischung aus Gadget und Sportgerät, die ein originelles Fahrgefühl bietet. (jro)



Sony HDR-AZ1VR
Spektakuläre Bilderjagd über und unter Wasser
Bei den Action-Cams sind GoPros das Mass aller Dinge: Spektakuläre Sportaufnahmen über und unter Wasser entstehen häufig «blind», ohne Sucher. Sony wagt sich mit der Sony HDR-AZ1VR (rund 330 Franken) aufs GoPro-Terrain. Die nur 48 Gramm schwere Kamera wird über eine am Handgelenk getragene Fernbedienung gesteuert, auf der das Livebild zu sehen ist. Als Zubehör gibt es Befestigungen fürs Stativ und fürs Velo sowie ein Unterwassergehäuse. Im Video: ­actioncam.tagesanzeiger.ch (schü.)



MS Sculpt Ergonomic Desktop
Handgelenkschonende Tastaturarbeit
Seit Microsoft 1994 das Natural Keyboard auf den Markt brachte, hat die gelenkschonende Bauweise ihre Anhänger: Die Tastatur ist zweigeteilt und leicht gebogen, sodass die Handgelenke entspannt auf der grosszügigen Ballenablage ruhen. Der Nachfolger des Natural Keyboard ist der Set Sculpt Ergonomic Desktop, der inklusive Maus für rund 90 Franken zu haben ist. Leichtgängige Tasten mit einem angenehmen Druckpunkt machen es zu einem idealen Werkzeug für Vielschreiber – wobei man eine ausgiebige Angewöhnungszeit einrechnen sollte. (Ausführliche Besprechung) (schü.)



Tolino Vision 2
Das Lesegerät für die Badewanne
Der Tolino ist das Lesegerät der deutschsprachigen Buchhändler, das ­gegen den Kindle und die Übermacht des Internethändlers Amazon antritt. Rechtzeitig fürs Weihnachtsgeschäft ist die neueste Version erschienen. Der Tolino Vision 2 (159 Franken) ist gegen Wasser geschützt und verzeiht ein kurzfristiges Untertauchen: Lesen in der Badewanne ist ungefährlich möglich. Die «Tap to flip»-Funktion vereinfacht das Umblättern: Für den Seitenwechsel einfach auf die Rückseite tippen. (Ausführliche Besprechung) (schü.)



Terratec Air Beats HD
Die alte Stereoanlage in die Zukunft retten
Die Stereoanlage in der Stube spielt immer noch brav CDs ab, und auch das Radio klingt so gut wie eh und je. Trotzdem scheppern immer häufiger die Lautsprecher des Tablets oder Handys, etwa wenn man Videos schaut oder Internet­radio hört. Per Kabel kann man die smarten Geräte zwar an die Stereoanlage anschliessen – nur muss man sie dazu aus der Hand geben. Einfacher geht das mit der Box von Terratec (rund 100 Franken). Per Funk empfängt sie Musik vom Telefon oder Tablet. Es unterstützt die Standards von Apple, Android und Windows. (zei)



iStick, OTG-Sticks
USB-Sticks fürs Smartphone und Tablet
Wer der Cloud nicht traut oder gerne Filme vom PC auf dem Tablet oder Smartphone schaut, für den lohnt sich ein Blick auf diesen Stick. Der eine Stecker passt in jede USB-Buchse, der andere ins Touchscreen-Gerät. Für Apple-Nutzer gibt es den iStick von Gmobi (16 GB, 110  Franken). Für Android-Geräte findet man unter dem Suchbegriff «USB OTG» zahlreiche Angebote. Den Stick mit 16 GB findet man für weniger als 20 Franken. So vielseitig wie ein Cloud-Dienst funktionieren die Sticks zwar nicht, aber ­dafür ist man nicht auf Server und Netzverbindung angewiesen. (zei)



Blink von Soomz.io
Spionen und Geheimdiensten einen Riegel vorschieben
Das Zürcher Unternehmen Soomz hat einen kleinen Schieber aus Stahl namens Blink entwickelt. Er ist selbstklebend und wird über der Linse der Smartphone-, Tablet- oder Laptop-Kamera platziert. Will man die Kamera benutzen, öffnet man den Schieber. Sonst bleibt er zu. Das hält fremde Blicke fern, die via Schadsoftware die Kamera kapern und die Privatsphäre verletzen könnten. Das Set à fünf Blinks kostet 11.90 Franken. Auch wenn die Kameraspionage nicht an der Tagesordnung ist, so gibt einem der Schieber das Gefühl von Selbstbestimmung zurück. (Ausführliche Besprechung) (schü.)



Adonit Jot Pro
Ein Stift für alle Touchscreens
Als der Apple-Gründer Steve Jobs 2007 das erste iPhone vorstellte, lobte er den Finger als das perfekte Eingabegerät. Ganz stimmt das dann doch nicht. Wer auf einem Smartphone oder Tablet zeichnen und von Hand schreiben möchte, braucht einen Stift. Die Auswahl an Touchscreenstiften ist gross. Weiche oder harte Spitze – für beinahe jeden Geschmack und jeden Schreibstil gibt es einen Stift. Ein guter Allrounder ist der Jot Pro von Adonit für rund 40 Franken. Der Stift hat eine Metallspitze und funktioniert auf allen gängigen Touchgeräten. (zei)



iRobot Roomba 880
Der Roboter, der dem Staub den Kampf ansagt
Der Roboter als ikonischer Verkünder des technischen Fortschritts hat es zum unspektakulären Alltagsgegenstand gebracht: Der Roomba 880 von iRobot ist ein Haushaltsgerät, das die Wohnung sauber hält. In Eigenregie saugt er nach einem programmierten Zeitplan die ­Böden und fährt nach vollendeter Arbeit zum Laden in seine Dockingstation. Bei unserem Test in einer Wohnung ohne Schwellen oder Treppen funktionierte das bestens – solange dem Putzroboter keine Kabel in die Quere kamen. Mit rund 900 Franken ist er jedoch kein Schnäppchen. (Ausführliche Besprechung) (schü.)

Erstellt: 30.11.2014, 18:20 Uhr

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