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Blick in fremde Schlafzimmer

In der Schweiz floriert der Verkauf von Überwachungskameras. Was passiert, wenn sie nicht sauber eingerichtet werden?

Ohne Passwort kann jeder übers Internet darauf zugreifen: Sicherheitskamera. (Archivbild)
Ohne Passwort kann jeder übers Internet darauf zugreifen: Sicherheitskamera. (Archivbild)
Christian Beutler, Keystone

Aus Angst vor Einbrechern decken sich Schweizer zunehmend mit Sicherheitskameras ein. Die Elektronikhändler berichten gegenüber der «Schweiz am Sonntag» von stark wachsenden Verkaufszahlen. Interdiscount hat in den letzten Monaten dreimal so viele solcher Kameras verkauft wie in der gleichen Zeitperiode des Vorjahrs. Der Online-Händler Brack geht davon aus, dass er bereits Ende September so viele Sicherheitskameras abgesetzt haben wird wie im gesamten Vorjahr.

Was allerdings viele der Käufer nicht wissen: Wenn man die Kamera nicht sauber installiert und vergisst, ein Passwort zu setzten, kann nicht nur der Besitzer über eine Smartphone-App in sein Haus schauen. Die Kamera ist dann ungesichert. Und jeder, der will, kann übers Internet darauf zugreifen.

Datenschützer nehmen Anbieter in die Pflicht

Datenschützer und Sicherheitsexperten warnen deshalb vor einer unbedachten Nutzung solcher Kameras und nehmen die Hersteller in die Pflicht: «Die Anbieter sollten die Anwendungen so konfigurieren, dass Unbefugte keinen Zugriff auf die Bilder erhalten», sagt Francis Meier, Mitarbeiter des Schweizer Datenschutzbeauftragten.

Die «Schweiz am Sonntag» hat nach eigenen Angaben im Internet nach offenen Sicherheitskameras gesucht und wurde fündig. Die Kameras bieten Einblick auf private Terrassen und in Wohn- und Schlafzimmer. Aber auch in ein Fitnesscenter und in ein Schwimmbad lässt gemäss der Zeitung sich blicken.

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