Zum Hauptinhalt springen

ZSC verliert im EmmentalDiesmal ärgern die Tigers den Grossen nicht nur

Die Langnauer besiegen die ZSC Lions trotz 1:3-Rückstand mit 5:3. Für den Underdog ist es der zweite Sieg hintereinander.

Grosser Widerstand des Underdogs: ZSC-Stürmer Dominik Diem wird von drei Langnauern (Tim Grossniklaus, Ben Maxwell und Frederico Lardi, von links) in die Mangel genommen.
Grosser Widerstand des Underdogs: ZSC-Stürmer Dominik Diem wird von drei Langnauern (Tim Grossniklaus, Ben Maxwell und Frederico Lardi, von links) in die Mangel genommen.
Foto: Marcel Bieri (Keystone)

Das auf dem Papier eigentlich ungleiche Duell zwischen den ZSC Lions und den SCL Tigers bleibt für die Zürcher eine äusserst zähe Angelegenheit. Bislang gewannen sie zwar immer mit viel Kampf, beim dritten Aufeinandertreffen am Samstag gab es nun aber eine Niederlage.

Beim 2:1-Heimsieg vor knapp einem Monat mussten die Lions trotz klarer Dominanz nach dem späten Anschlusstreffer zittern. Beim 4:1 in Langnau kurz vor Weihnachten fiel die Entscheidung nach zwei torlosen Dritteln erst spät im Schlussabschnitt. Und nun dieses 3:5, erneut im Emmental, trotz 3:1-Führung.

Die Tigers taten einmal mehr, was sie gegen die Grossen besonders gut können – und was angesichts der fehlenden spielerischen Klasse im Team wohl auch ihr einziges Mittel ist: den Gegner aufsässig nerven, sich festkrallen, Schüsse blocken, nie nachlassen. Das reichte kürzlich, um den EV Zug zu nerven, es reichte auch, um die Lions ein drittes Mal zu ärgern. Und endlich reichte es zu einem Sieg.

Die schnellen Reaktionen von Langnau

Die Zürcher dominierten das Startdrittel, was sich auch in der Schussstatisik zeigte: 17:6. Dennoch vergingen 13 Minuten und brauchte es ein Powerplay, damit die Lions 1:0 in Führung gehen konnten. Und es brauchte vor allem die individuelle Klasse eines Sven Andrighetto, der mit einem perfekten Schuss unter die Latte die kleine Lücke bei SCL-Goalie Ivars Punnenovs fand.

Doch nur eine gute Minute später hatte Langnaus Captain Pascal Berger bereits ausgeglichen, die schöne Vorarbeit hatte Langnaus Jüngster, Patrick Petrini, geliefert. Was in dieser Saison meistens eine der grössten Schwächen der Tigers war, wurde an diesem frühen Samstagabend plötzlich zur Stärke: die Effizienz. Sowohl im Start- als auch im Schlussdrittel, beim 3:3, führte die erste gute Chance Langnaus zum Treffer.


Pascal Berger jubelt mit seinen Teamkollegen nach dem Tor zum 1:1.

Pascal Berger jubelt mit seinen Teamkollegen nach dem Tor zum 1:1.
Foto: Urs Lindt (Freshfocus)

Dazwischen hatten sich die Lions scheinbar vorentscheidend zum 3:1 abgesetzt. Zwei Tore innert 20 Sekunden sorgten vorerst für Ruhe bei den Zürchern. Sowohl Justin Sigrist nach feinem Solo als auch Chris Baltisberger nach einem von Garrett Roe gewonnenen Bully platzierten ihre Schüsse perfekt unter die Latte.

Aber eben: Effizient sind sie selten, aber beissen können sie meistens, die Langnauer. Und so kämpften und kratzten sie sich in dieses Spiel zurück, Benjamin Neukom verkürzte zum 2:3, er traf im Schlussdrittel nach einem kuriosen Ausrutscher von ZSC-Captain Patrick Geering erneut und lancierte das Spiel neu. Pascal Berger wurde dann zum zweiten Doppeltorschützen des Abends, erzielte acht Minuten vor Schluss den Gamewinner. Für einmal hatten die Tigers auch Glück: Als die Lions ohne Goalie auf den Ausgleich drängten, traf Denis Hollenstein nur die Latte. Es kam für Langnau noch besser, Ben Maxwell traf mit der Schlusssirene zum 5:3.

1 Kommentar
    Beni Zaugg

    Tolle Leistung der Langnauer. Taktisch sehr klug eingestellt vom staff und endlich mal keine unnötigen Strafen. Das gibt Zuversicht und macht Freude!